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„Blended“ geben ihr Bühnen-Debüt in Dresden

„e-Cappella“ in der JohannStadthalle Dresden „Blended“ geben ihr Bühnen-Debüt in Dresden

Egal, ob es sich um einen Coversong, ein Mash-Up oder einen eigens komponierten Song handelt – die Sänger von „Blended“ arrangieren ihre Titel selbst. Zum „Sing:x“ Festival in der JohannStadthalle sind sie am 28.Oktober live zu erleben.

„Blended“ singen am Samstag in der JohannStadthalle.

Quelle: Florian Manuel Fuegemann

Dresden. Sie wollen blenden, gemeinsam gut funktionieren. So stellen sich die Mitglieder der Gruppe „Blended“ ihre Auftritte vor. Die fünf Musiker wählten bewusst einen Namen, der sie nicht gleich in eine musikalische Schublade stecken oder etwas über ihren Musikstil verraten kann. Sie brauchen keine Instrumente, sie singen a cappella. Und sie haben viel vor: Proben in Dresden, Bühnenarbeit in Dortmund und Choreografie-Erarbeitung in Berlin ergeben einen straffen Zeitplan für das noch sehr junge Ensemble.

Während ihres Jazzgesangsstudiums an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden lernten sich Jana Pöche und der gebürtige Chilene Victor Rodriguez kennen und stellten schnell ihre gemeinsame Lust auf eine A-cappella-Truppe fest. Zwei Jahre später stieß die Berlinerin Nina Emerson dazu, und gemeinsam suchten die drei Studenten nach zwei komplettierenden Sängern, die sie im Frühjahr 2017 in Felix Herrmann und Indra Tedjasukmana fanden. Zum Songschreiben treffen sie sich im Proberaum oder fahren in den Ferien raus aufs Landhaus nach Schweden.

Egal, ob es sich um einen Coversong, ein Mash-Up oder einen eigens komponierten Song handelt – die Sänger arrangieren ihre Titel selbst. Der Klang erinnert ein wenig an die Gruppe „Pentatonix“, die mit ihren Popsong-Adaptionen u.a. 2016 den Grammy gewannen. „Blended“ bewundern deren Art, möchten sie aber keinesfalls kopieren.

„Ohne unsere Technik sind wir aufgeschmissen“, meint Victor und erklärt dabei, dass diese Form des A-cappella-Gesangs von der technischen Untermalung lebt und auch gewissermaßen abhängt. Sie arbeiten mit speziellen Mikrofonen und Effekten, um den Klang vollends steuern zu können, ein akustisch geeigneter Raum ist daher unbedingt notwendig. Man könnte also von „e cappella“ sprechen, einem Stil des absoluten Gesanges, der ohne Technik nicht mehr auskommt und auf e(lektrische) Mittel angewiesen ist. „Natürlich können wir ohne Mikrofon singen“, betont Victor, „aber für unsere Songs wollen wir Effekte auf unsere Stimmen haben und eine ausgewogene BeatBox einmischen“, um ein optimales Klangerlebnis zu bieten.

Ihr Ziel steht, der Plan scheint strukturiert. Derzeit basteln sie an ihrem Bühnenprogramm. Anfang nächsten Jahres soll eine Single und ein dazugehöriges Album produziert werden, parallel dazu lehren Jana, Nina und Victor an der Dresdner „Music Academy“, während sich Felix als Student und Indra u.a. als Dozent an der Musikhochschule in Münster ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihr Weg führte sie schon zum Landeschorwettbewerb Nordrhein-Westfalen nach Dortmund und auch nach Graz zum „Vokal.total“-Wettbewerb, wo sie den zweiten Platz gewannen und zusätzlich den „magenta Newcomer Award“ erhielten.

Am Wochenende geben sie ihr Bühnen-Debüt in Dresden, wo sie beim „Sing:x“-Festival auftreten und sich mit anderen Ensembles aus der A-cappella-Szene wie den Jazzchören Dresden und Freiburg oder dem französischen Ensemble „Ommm“ die Bühne teilen. „Blended“, sich eher als Vocal Band denn als A-cappella-Formation verstehend, steht also für neue Wege, besondere Klänge und musikalische Reife, auf die man gespannt sein darf.

Blended live zum „Sing:x“ Festival in der JohannStadthalle am 28.Oktober ab 19.30Uhr

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Von Robert Pfretzschner

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