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Ausstellung des Münzkabinetts: Luther und die Reformation in der Medaillenkunst

Sponsel-Raum des Residenzschlosses Ausstellung des Münzkabinetts: Luther und die Reformation in der Medaillenkunst

„Martin Luther und die Reformation in der Medaillenkunst“ heißt die Sonderausstellung des Münzkabinetts der Staatlichren Kunstsammlungen Dresden SKD, die vom 22. Juni bis 17. September 2017 im Sponsel-Raum des Residenzschlosses gezeigt wird. Mit der Ausstellung wird ein weiteres Mal die Reformation als mahnender Wendepunkt der Geschichte gewürdigt.

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Eine colorierte Medaille mit dem Bild des Kurfürsten Johann Georg I. zeigt hier Rainer Grund, der Direktor des Münzkabinetts. Auch sie ist in der Sonderausstellung zu sehen.

Quelle: Peter Weckbrodt

Dresden. „Martin Luther und die Reformation in der Medaillenkunst“ heißt die Sonderausstellung des Münzkabinetts der Staatlichren Kunstsammlungen Dresden SKD, die vom 22. Juni bis 17. September 2017 im Sponsel-Raum des Residenzschlosses gezeigt wird.

Mit der Ausstellung wird ein weiteres Mal die Reformation als mahnender Wendepunkt der Geschichte gewürdigt, die am Beginn eines neuen Zeitalters, am Übergang von der mittelalterlichen in die moderne Welt stehend, bis in unsere Zeit hinein nachhaltig wirkt.

Im Lutherjahr 2017 zeigt das Münzkabinett eine Auswahl seiner reichen Bestände an Medaillen und Gedenkmünzen sowohl zu den wichtigsten Ereignissen wie auch zu den bedeutendsten Protagonisten dieses weltgeschichtlichen Ereignisses, das im kursächsischen Wittenberg im Jahre 1517 seinen Ausgangspunkt nahm.

Medaillen sind ein in der Zeit der Renaissance entstandenes Medium der bildenden Kunst, die mit ihrer Reproduzierbarkeit und Handlichkeit bei der Institutionalisierung und Verbreitung der neuen Lehre seit dem 16. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielten.

Die Ausstellung zeigt schwerpunktmäßig zwei Facetten der Rezeption der Reformation in der Numismatik: Zum einen die zeitgenössischen und postumen, bis in die Moderne reichenden Porträts Martin Luthers und anderer Reformatoren wie Johannes Calvin und Huldrych Zwingli im Medaillenrund. Es versteht sich, dass Münzen und Medaillen mit dem Porträts Martin Luthers dabei dominieren. Luther ist die weltweit auf Medaillen meistporträtierte Persönlichkeit.

Bedeutende Medailleure im deutschsprachigen Raum griffen vielfach auf vorlagen von Lucas Cranach d. Ä. zurück. Ferner sind auf den Geprägen Porträts agierender Fürsten auch von Persönlichkeiten der antipäbstlichen Propaganda zu sehen. Im 17. und 18. Jahrhundert findet sich auf den Medaillen eine besonders reiche Bildersprache. Gans und Schwan symbolisieren den auf dem Scheiterhaufen gestorbenen Johannes Hus, und Martin Luther als Nachfolger des vorreformistischen Märtyrers. Als weitere Bilder tauchen die Lutherrose, brennende Kerzen, Leuchttürme, Felsen, Schiffe, Bücher, Ölzweige und Aarons Blüte auf.

Zum anderen werden, ausgehend von geschichtlichen Ereignissen im 16. Jahrhundert, die zur Entstehung der reformistischen Landeskirchen führten, die verschiedenen Reformationsjubiläen bis in die Gegenwart in bildschönen Geprägen gewürdigt, so beispielsweise die Augsburger Konferenz von 1530 wie auch der Augsburger Religionsfrieden von 1530.

Als authentische Zeugnisse aus dem Besitz Martin Luthers runden zudem Sigelring und Deckelbecher vom Grünen Gewölbe die Exposition ab.

Service: Sonderausstellung des Münzkabinetts der SKD „Martin Luther und die Reformation in der Medaillenkunst“ vom 22. Juni bis 17. September 2017 im Residenzschloss Dresden, Neues Grünes Gewölbe, Sponsel-Raum; Öffnungszeiten: tgl. 10-18 Uhr, dienstags geschlossen; Eintritt: 12 Euro, erm. 9 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei.

http://www.skd.museum/de/sonderausstellungen/martin-luther-und-die-reformation-in-der-medaillenkunst/index.html

Von Peter Weckbrodt

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