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Stadtpolitik Zastrow: Diskussionsbedarf bei Rathausneubau
Dresden Stadtpolitik Zastrow: Diskussionsbedarf bei Rathausneubau
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08:26 14.07.2017
Die Stadt will am Ferdinandplatz ein zusätzliches Rathaus bauen. Quelle: Flechtner (Archiv)
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Dresden

Neubau eines Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz für rund 100 Millionen Euro? Müsste es nicht geben, meint Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion FDP/freie Bürger, wenn der Stadtrat 2012 einem von der damals noch starken FDP-Fraktion unterstützten Vorschlag gefolgt wäre: ein Bürgerrathaus im früheren Robotron-Gebäude an der St. Petersburger Straße. Die Gebäudeeigentümerin TLG Immobilien GmbH hatte damals angeboten, das Gebäude umfassend zu sanieren und nach den Wünschen der Stadt umzubauen.

Es kam anders, der Stadtrat stimmte gegen das Konzept. „Wir hätten ein fertiges Rathaus in der Innenstadt für wenig Geld haben können und würden nicht vor dem Problem stehen, mehrere hundert bis 1300 Verwaltungsmitarbeiter unterbringen zu müssen“, so Zastrow. Maßgeblich für das Scheitern der Pläne sei der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende und heutige Finanzbürgermeister Peter Lames gewesen, meint der Liberale.

Da das Neue Rathaus am Külz-Ring ebenfalls für mindestens 100 Millionen Euro saniert werden müsse, habe Dresden mit den Verwaltungsstandorten in den kommenden Jahren ein gigantisches Investitionsprojekt von den Ausmaßen der Kulturneubauten zu stemmen. Eine Interimsunterbringung – eventuell sogar in Containern – werde mehrere Millionen Euro zusätzlich kosten. „Hier wird über ein Investitionsprogramm im Wert von über 200 Millionen Euro im Vorbeigehen gesprochen, als wenn es alternativlos wäre. Das sehen wir kritisch, da sehen wir deutlichen Diskussionsbedarf“, erklärte Zastrow.

Aus der Verwaltung sei immer wieder zu hören, dass kein Geld da sei. Nicht einmal ein partnerschaftlicher Anteil für die einfache Sanierung des Fernsehturmes stünde zur Verfügung. „Aber bei der Verwaltungsunterbringung sollen handstreichartig ganz große Weichen gestellt und über enorme Kosten entschieden werden“, erklärte der Fraktionsvorsitzende.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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