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Stadtpolitik Waldschlößchenbrücke: Dresdner FDP geht mit Antrag für Infotafeln baden
Dresden Stadtpolitik Waldschlößchenbrücke: Dresdner FDP geht mit Antrag für Infotafeln baden
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18:06 09.09.2015

In diesem Sinne lässt sich der Vorstoß als Retourkutsche auf einen Antrag der Grünen verstehen, die einen Verzicht auf eine Eröffnungsfeier forderten. "Wir haben gesehen, dass es an der Waldschlößchenbrücke schon Tafeln gibt, die Fledermausarten und die zu ihrem Schutz eingerichteten Anlagen erklären", begründete FDP-Ortsbeirat Sven Gärtner den von Stadtrats-Fraktionschef Holger Zastrow formulierten Antrag. So etwas müsste es für das größte Dresdner Infrastrukturprojekt der letzten 20 Jahre doch auch geben. Insbesondere soll auf den Tafel erklärt werden, wie es zur Aberkennung des Unesco-Welterbetitels wegen des Baus kommen konnte. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Touristen diesen Streit über eine Brücke nicht verstehen können, wenn sie sie sehen", sagte Gärtner. Man hebe hervor, was man beim Brückenbau für den Tierschutz gemacht habe, der mehrheitlich geäußerte Wille der Dresdner komme jedoch nicht zur Sprache, pflichtet Parteigenosse Carsten Biesok mit Blick auf das Bürgerbegehren zum Brückenbau bei.

Ein Ansinnen, das kaum jemand teilte. "Diese kulturelle Leistung ist der Bau einer Brücke in unserer Zeit nicht", kanzelte die Linke Ilona Schär knapp ab, während CDU-Ortsbeirat Michael Heidrich darauf verwies, dass es Brückenstreit auch woanders gegeben habe, etwa beim Bau des Blauen Wunders. Sein Versuch, den FDP-Antrag zu retten, indem er zur Förderung des Tourismus eine Infotafel für jede Dresdner Brücke forderte, fand jedoch ebenso wenig Gegenliebe. Die dem FDP-Antrag innewohnende Provokation lief ins Lehre. Man solle sich doch besser aktuellen politischen Themen zuwenden, befand Christian Bösl (SPD). Auch Reinhard Decker (Grüne), früher lange Jahre Chef des Elbhangfest-Vereins und damit einer der Initiatoren für die Welterbetitel-Bewerbung, ließ sich nicht aus der Reserve locken. "Schwamm drüber", forderte er.

Zumindest bei Ortsamtsleiterin Sylvia Günther sorgte die Diskussion für Erheiterung. Wie die Tafel denn bezahlt werden solle, hatte sie Sven Gärtner gefragt. Entweder durch das Tourismusmarketing oder durch die allgemeinen Brückenbaukosten, lautete die Antwort. "Die sind doch schon so hoch, dafür hat die Verwaltung kein Geld mehr", lachte sie.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.05.2013

Uwe Hofmann

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