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Stadtpolitik Wahlkampf mit Bauwagen - Treffen mit dem Dresdner Grünen-Kandidaten Stephan Kühn
Dresden Stadtpolitik Wahlkampf mit Bauwagen - Treffen mit dem Dresdner Grünen-Kandidaten Stephan Kühn
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18:14 09.09.2015
Stephan Kühn im Gespräch mit der Passantin Bärbel Füleki. Quelle: Stephan Hönigschmid
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Mit einem dekorierten Bauwagen auf dem Albertplatz haben sie auf das Problem der deutlich gestiegenen Mieten hingewiesen.

Freundlich lächelnd geht Stephan Kühn auf die Passanten am Albertplatz zu. „Darf ich ihnen einen Flyer über unser Wahlprogramm mit auf den Weg geben“, fragt er höflich und wird dabei selten von jemandem abgelehnt. Auch die 54-jährige Bärbel Füleki begrüßt die Aktion der Partei. „Ich finde es gut, dass die Grünen die stetig höheren Mieten ansprechen. Das trifft schließlich jeden.“ Auch die Visualisierung des Problems mit einem wohnlich dekorierten Bauwagen gefalle ihr, so Füleki.

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Stephan Kühn freut sich über diese positive Resonanz. „Wir hatten die Idee bereits vor der Sommerpause, aber es war nicht so einfach, den Wagen zu transportieren, weil die Anhängerkupplung nicht an einen normalen Pkw passt.“

Abseits dieser organisatorischen Fragen hält Kühn das Problem der steigenden Mieten für eines seiner zentralen Wahlkampfthemen. „Das Thema ist wichtig, weil es mittlerweile ganz Dresden betrifft. Nicht nur in der Neustadt wird Wohnen immer teurer, auch in Plauen oder Striesen ist das der Fall“, sagt Kühn. Neben der Notwendigkeit Mieterhöhungen bei Neuvermietungen zu deckeln, sieht er auch einen unmittelbaren Zusammenhang zur Energiewende.

„Wenn ein Hauseigentümer sein Haus modernisiert, um Energiekosten zu sparen, kann er normalerweise elf Prozent der Kosten auf die Mieter umlegen. Bekommt er jedoch eine staatliche Förderung, ist das nicht möglich.“ Aus diesem Grund sei es problematisch, dass Schwarz-Gelb die Förderung der energetischen Gebäudesanierung zurückgefahren habe, betont der Bundestagsabgeordnete und fügt an: „Im Zusammenhang mit den hohen Neumieten und den steigenden Nebenkosten ergibt sich daraus ein Teufelskreislauf, der den Mietspiegel in die Höhe treibt“, so Kühn.

Trotz dieser Herausforderungen tritt der 34-jährige Dresdner nach vier Jahren im Deutschen Bundestag gern ein weiteres Mal an. „Wir haben in der Opposition für unsere Ideen geworben und hoffen, dass wir sie jetzt umsetzen können.“ Schwierigkeiten, sich im Berliner Politikbetrieb zurechtzufinden, hatte Kühn als Neuling nicht. „Man muss zwar am Anfang beispielsweise lernen, wie man eine Anfrage an die Regierung richtig formuliert, damit man auch eine Antwort bekommt. Das sind aber lediglich organisatorische Fragen. Inhaltlich bin ich sofort gut klar gekommen, weil mir meine sechs Jahre im Dresdner Stadtrat ein gutes Rüstzeug gegeben haben.“

Er sei dankbar für diese Erfahrung, weil er dadurch genau wisse, wie sich die Entscheidungen auf Bundesebene in den Kommunen auswirken. Bis er sich jedoch dieser Arbeit wieder widmen kann, muss er noch zahlreiche Wahlkampfveranstaltungen absolvieren. „Ich habe bis zur Wahl ein volles Programm, weil ich nicht nur Dresdner Direktkandidat bin, sondern auch gemeinsam mit Monika Lazar den sächsischen Grünen-Wahlkampf anführe.“

Stephan Hönigschmid

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