Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Von Woche zu Woche: Der Kommentar von DNN-Chefredakteur Dirk Birgel
Dresden Stadtpolitik Von Woche zu Woche: Der Kommentar von DNN-Chefredakteur Dirk Birgel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:43 09.09.2015

Vier Spiele vor Schluss die Klasse gesichert, stolze 40 Punkte auf der Habenseite und von einem gesicherten Mittelfeldplatz auf die dahinterliegende namhafte Konkurrenz aus Bochum, Cottbus und Aue zu schauen, das darf man eine kleine Sensation nennen.

Der Erfolg hat auch in diesem Fall viele Väter, aber ganz sicher ist Cheftrainer Ralf Loose der Garant für das Erreichte. Er war quasi über Nacht aufgestiegen - mit einer Mannschaft, die nicht zweitligatauglich war und daher radikal umgebaut werden musste. Mit vergleichsweise wenig Geld. Loose und Sportchef Steffen Menze kauften besonnen ein, ließen sich vom holprigen Saisonstart nicht beunruhigen und hatten nach dem glücklichen Pokalsieg gegen Leverkusen plötzlich das nötige Kleingeld für weitere Verstärkungen. Die sich, dazu gehört ein Quentchen Glück, überwiegend als solche entpuppten.

Ins Bild passt auch, dass Vereinsführung und -gremien die Saison über ohne größere Zerwürfnisse ihrer Arbeit nachgingen. Hat man rund ums Harbig-Stadion eher selten erlebt bislang. Und die Fans? Ja, selbst die haben sich seit ihrem entsetzlichen Ausraster beim Pokalspiel in Dortmund weitgehend im Griff gehabt. Dass alles ist kein Anlass, den Tag vor dem Abend zu loben, insbesondere bei Dynamo nicht, aber es sind gute Voraussetzungen, die nächste Saison zu planen, sich weiter zu verstärken und sich in der Liga zu etablieren. Alles andere, namentlich die Bundesliga, ist vorerst Utopie.

Einer dürfte die Entwicklung mit besonderem Wohlwollen verfolgt haben. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann. Sein Telefon bleibt diesmal stumm. Schwarzgelbe Hilfeschreie nach weniger Stadionmiete oder städtischen Bürgschaften sind dieser Tage nicht nötig, Dynamo hat die Lizenz in der Tasche. Das wiederum sollte die Stadt nutzen, und sich etwas intensiver um die Vereine kümmern, die zuletzt oft für Dynamo zurückstecken mussten. Die Volleyballerinnen des DSC brauchen Geld, um als Vizemeister in der Champions League antreten zu können. Ihre männlichen Kollegen vom VC Dresden sind in die Bundesliga aufgestiegen, die Basketballer der Titans spielen nächste Saison erstmals in der 2. Liga Pro B. Eine tolle Bilanz für den Dresdner Spitzensport, die nach besseren Trainings- und Wettkampfbedingungen schreit. Auch dies ist eine Frage der Angemessenheit. Auch wenn Dynamo der Dresdner liebstes Kind ist, sollte die Stadt die anderen Spitzenmannschaften weniger stiefmütterlich behandeln.

Ein schönes Wochenende

Ihr Dirk Birgel

d.birgel@dnn.de

www.twitter.com/CRDNN

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.04.2012

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie soll die evangelische Kirche in Sachsen auf Veränderungen in der Gesellschaft reagieren? Darüber will deren Landessynode auf ihrer Frühjahrstagung in der Dresdner Dreikönigskirche diskutieren, die bis kommenden Montag dauert.

09.09.2015

Die Veranstalter der Nachttanzdemoam Donnerstagabend durch die Dresdner Neustadt bewerten den Protestzug trotz einer Blockade als Erfolg. „Wir sehen die Blockade als inhaltliche Bereicherung“, sagte Mitorganisator Silvio Lang von der Dresdner Linksjugend am Freitag gegenüber DNN-Online.

09.09.2015

Die Nachttanzdemo durch die Dresdner Neustadt endete am Donnerstagabend auf ungewöhnliche Weise. An der Kreuzung Kamenzer Straße / Ecke Louisenstraße wurden die rund 200 Teilnehmer durch etwa zehn Gegendemonstranten gestoppt, die den geplanten Demonstrationsweg mit einer Sitzblockade versperrten.

09.09.2015
Anzeige