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Vielleicht gibt es mehr Geld - Dresden könnte vom Zensus 2011 profitieren

Vielleicht gibt es mehr Geld - Dresden könnte vom Zensus 2011 profitieren

Dresden hat fast 12 000 Einwohner weniger als bislang angenommen. Das ist am Freitag durch die bundesweite Veröffentlichung des Zensus 2011 bekannt geworden. Trotz der geringeren Einwohnerzahl könnte die sächsische Landeshauptstadt finanziell künftig profitieren.

Die DNN beantworten wichtige Fragen zum Thema.

Wie viele Einwohner hat Dresden nun tatsächlich?

Zum Stichtag des Zensus, dem 9. Mai 2011, lebten in Dresden 512 354 Menschen. Die bislang gültigen Bevölkerungszahlen vom 30. April 2011 gingen stets von 524 208 Dresdnern aus. Blickt man weiter auf den 31. Dezember 2011, schätzen die Statistiker die Einwohnerzahl auf 517 765 statt 523 807.

Wie kann man sich denn so verrechnen?

Jede Stadt muss doch wissen, wie viele Bürger sie hat. Was theoretisch so sein sollte, geht in der Praxis leider nicht auf. "Natürlich ist jeder Deutsche verpflichtet, sich im Falle eines Umzugs innerhalb von 14 Tagen offiziell umzumelden. Aber nicht jeder denkt daran und so erfahren wir nicht immer von gewonnenen oder verlorenen Einwohnern", sagt Ingrid van Kaldenkerken, die Chefin des Dresdner Bürgeramtes.

Andererseits scheint die Fehlerquote in diesem Punkt gar nicht so groß zu sein, denn die Zahlen des städtischen Melderegisters liegen laut Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) deutlich näher an denen des Zensus als die bislang gültigen des statistischen Landesamtes. Die Kamenzer haben in den vergangenen Jahrzehnten ohne eine wirklich umfassende Datengrundlage lediglich die letzte Volkszählung von 1981 fortgeschrieben.

Wer spiegelt sich alles im Zensus wieder?

Laut Sittel handelt es sich zum einen um so genannte Haushaltsstichproben, für die 19 000 Dresdner angeschrieben wurden. Zum anderen wurden 13 000 Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben befragt, zum Beispiel Personen in Studenten- und Altenheimen. Auch 37 000 Haus- und Wohnungseigentümer mussten sich am Zensus 2011 beteiligen. Im Mittelpunkt standen unter anderem Fragen zum Bildungsniveau, zur Arbeit und zur Religionszugehörigkeit.

Wie hoch ist der Ausländeranteil in Dresden?

Noch geringer, als ohnehin schon bekannt. Er sank gegenüber den bislang angenommenen Bevölkerungszahlen um ein Viertel von 4,8 Prozent auf 3,6 Prozent. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt die Quote bei 7,7 Prozent.

m Und wie wohnen die Dresdner? Laut Zensus standen zum Stichtag in der Elbestadt 57 103 Wohngebäude mit insgesamt 292 869 Wohnungen. Zwei Prozent der bezogenen Wohnungen verfügten dabei nicht über ein Bad, eine Toilette oder eine Sammelheizung.

Muss Dresden angesichts der geringeren Einwohnerzahlen mit weniger Geld vom Land Sachsen rechnen?

Sittel zufolge werden die Finanzexperten um Kämmerer Hartmut Vorjohann (CDU) in den nächsten Tagen genau zu diesem Thema beraten. Der Ordnungsbürgermeister mutmaßt allerdings vorsichtig, dass es womöglich mehr Geld geben könnte, denn die so genannten Schlüsselzuweisungen des Freistaates werden nicht pro Kopf erhoben, sondern immer in Relation zu den anderen Kommunen berechnet und da hat Dresden seine Position verbessert. So überholte die sächsische Landeshauptstadt zum Beispiel Leipzig bei der Einwohnerzahl deutlich.

"Die jetzt durch den Zensus bekannt gewordenen Zahlen treffen ziemlich genau unsere Erwartungen", betont Sittel. Für die Kita-Bedarfsplanung hätten sie aber keinen direkten Einfluss, da dafür andere Daten als Grundlage genommen würden, etwa Befragungen von Eltern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.06.2013

Stephan, Christoph

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