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Stadtpolitik Viele Bewerbungen für Amt des Kinderbeauftragten in Dresden
Dresden Stadtpolitik Viele Bewerbungen für Amt des Kinderbeauftragten in Dresden
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11:45 10.03.2018
Vom 13. November bis zum 5. Dezember war die Stelle ausgeschrieben, ein üblicher Zeitraum, wie es in der Stadtverwaltung heißt.  Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

 Für den Posten des Kinderbeauftragten in Dresden gibt es 43 Bewerbungen. Das teilte die Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage mit. Unter den Interessenten seien zwölf Männer. Bis zur Besetzung der Stelle wird jedoch noch geraume Zeit vergehen.

Zumindest ist die Personalie damit einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Eigentlich sollte der Kinderbeauftragte längst aktiv sein. Die Initiatoren aus dem Jugendhilfeausschuss hätten dies gern schon im September gesehen. Doch die Ausschreibung ließ auf sich warten. Inzwischen nahm das Kinder- und Jugendbüro seine Arbeit auf, dass eigentlich eng mit dem Kinderbeauftragten in der Verwaltung zusammenarbeiten soll. Das Büro, das von den Vereinen Stadtjugendring und Kulturbüro Dresden betrieben wird, soll Kinder- und Jugendliche in Entscheidungsprozesse in der Stadt einbeziehen und Initiativen beraten, die sich für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einsetzen wollen.

Eine wesentliche Vermittlungsrolle wird dabei auch dem Kinderbeauftragten zugeschrieben. Er oder sie soll so in die Verwaltung so hineinwirken, dass die Mitarbeiter von sich aus bei allen relevanten Entscheidungen auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen achten. Erstmals war dieser Posten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Dresdner Wohnungsbaugesellschaft ins Leben gerufen worden. Seinerzeit soll dies ein Zugeständnis an diejenigen Linken gewesen sein, die dem Verkauf zustimmen wollten. Später wurde das Amt aber offenbar etwas stiefmütterlich behandelt. Kritiker meinen heute, nach dem Woba-Verkauf sei in der Verwaltung das Interesse am Amt spürbar zurückgegangen. Zwei Amtsinhaber gaben bald wieder auf. Nun ist der dritte Anlauf in Sicht. Vom 13. November bis zum 5. Dezember war die Stelle ausgeschrieben, ein üblicher Zeitraum, wie es in der Stadtverwaltung heißt. Derzeit würden die Bewerbungsunterlagen gesichtet und das weitere Verfahren abgestimmt. Schon in der Ausschreibung hieß es, die Besetzung könne im 2. oder 3. Quartal 2018 erfolgen.

Auch das sei kein ungewöhnliche Frist, ließ die Verwaltung erkennen. Zu der üblichen Bearbeitungszeit eines Bewerbungsverfahrens mit Bewerbungsgesprächen und der Personalratsbeteiligung sei „hier zusätzlich die Zeit für die Vorbereitung und Durchführung der Gremienbeteiligung bis zur Entscheidung des Stadtrates über die Stellenbesetzung zu beachten“. Zudem müsse eine mögliche Kündigungsfrist des ausgewählten Bewerbers bei einem bisherigen Arbeitgeber einzukalkulieren, die durchaus mehrere Monate betragen könne.

„Das Kinderbüro braucht schnellstens einen Partner in der Verwaltung“, erklärte Tina Siebeneicher von den Grünen. Sie bedauert das langwierige Verfahren. In der jetzigen Phase sei der Prozess aber nicht mehr zu beschleunigen. Jetzt gehe es darum, dass es nicht zu weiteren Verzögerungen komme. „Wir werden den Druck hochhalten“, sagte Siebeneicher.

Von Ingolf Pleil

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