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Stadtpolitik Verwaltung prüft Rathaus-Neubau in der Dresdner Innenstadt
Dresden Stadtpolitik Verwaltung prüft Rathaus-Neubau in der Dresdner Innenstadt
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09:29 30.06.2017
Blick auf den Ferdinandplatz. Mehrere Jahre hatte die Stadt das Grundstück zum Verkauf ausgeschrieben. Inzwischen wurden die Bemühungen gestoppt.  Quelle: Archiv
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Dresden

 Personalbürgermeister Peter Lames (SPD) hat schon am Tage seines Amtsantritts vor knapp zwei Jahren erklärt: „Ich will ein neues Rathaus bauen.“ Am Ferdinandplatz solle ein Technisches und Sozialrathaus entstehen. Mehrere Jahre lang hatte die Stadt das innerstädtische Grundstück, das als öffentlicher Parkplatz genutzt wird, zum Verkauf ausgeschrieben. Inzwischen wurden die Bemühungen gestoppt, Dresden wird das Grundstück behalten.

„Der Ferdinandplatz ist ein Vorzugsstandort für den Neubau eines Neuen Technischen Rathauses“, bestätigte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), auf Anfrage der DNN. „Zurzeit werden die städtebaulichen und räumlich funktionellen Voraussetzungen für die Unterbringung der entsprechenden Ämter geprüft.“

Das zum Geschäftsbereich des Baubürgermeisters gehörende Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung erarbeite gegenwärtig einen Masterplan für die Optimierung der Verwaltungsunterbringung. „Das zuständige Amt sondiert gerade mögliche Standorte, die nach verschiedenen Kriterien hinsichtlich ihrer Eignung und Kosten gegenübergestellt werden.“ Eine konkrete Benennung sei noch nicht möglich, so Schmidt-Lamontain.

Unter anderem muss auch gegenübergestellt werden, welche Mieten die Verwaltung jetzt für die Unterbringung ihrer einzelnen Ämter unter anderem im World Trade Center oder im Büroriegel an der St.-Petersburger Straße zahlen muss und welche Kosten in einem Rathausneubau fällig werden. Anspruchsvoll ist das Vorhaben allemal – denn auch die weitere Sanierung des Neuen Rathauses am Dr.-Külz-Ring muss eines Tages in Angriff genommen werden. Mindestens 100 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten. Oder mehr, je nachdem, in wieviele Abschnitte die Sanierung aufgeteilt wird. Lange warten kann die Sanierung aber nicht, denn die Zustände im Rathaus sind kritisch. Die vierte Etage im unsanierten Teil musste schon gesperrt werden, weil der Brandschutz nicht sichergestellt werden kann.

Lames erklärte jetzt, er strebe den Neubau möglichst aus eigener Finanzkraft der Stadt an. „Das wäre die dauerhafteste und nachhaltigste Entlastung unseres Haushaltes.“ Wann mit einem Baubeginn zu rechnen ist, steht noch nicht fest. „Gegenwärtig arbeiten die involvierten Ämter noch an der Zeitschiene für die Realisierung eines Neuen Technischen Rathauses“, erklärte Schmidt-Lamontain. Und Lames dürfte sich trotz bester Kassenlage den Kopf zerbrechen, wie er die Millionen für den Neubau auftreibt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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