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Stadtpolitik Universitätsschule zieht in die Cämmerswalder Straße
Dresden Stadtpolitik Universitätsschule zieht in die Cämmerswalder Straße
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07:34 08.06.2018
Der Dresdner Stadtrat. Quelle: D. Flechtner
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Dresden

Die Universitätsschule wird zum Schuljahr 2019/2020 am Standort Cämmerswalder Straße in kommunaler Trägerschaft gegründet. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit beschlossen. Ursprünglich wollte die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit die Universitätsschule schon dieses Jahr am Standort der 101. Oberschule in Johannstadt gründen. Diese Pläne waren gescheitert, nachdem Kultusminister Christian Piwarz (CDU) ein Konzept für den Fortbestand der 101. Oberschule von der Stadtverwaltung gefordert hatte (DNN berichteten).

An der Cämmerswalder Straße sollen eine dreizügige Grundschule und eine dreizügige Oberschule entstehen, in denen die Technische Universität unter wissenschaftlicher Evaluation neuer Lehr- und Unterrichtskonzepte erprobt. Da das Schulgebäude für zwei dreizügige Schulen nicht ausreichend Platz bietet, soll Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) dem Stadtrat ein Erweiterungskonzept an diesem Standort vorlegen. Alternativ soll ein Neubau im Standzentrum geprüft werden. An der Cockerwiese hat die Verwaltung Flächen für einen Schulneubau reserviert, die Begehrlichkeiten wecken.

„Wir lehnen diese Träumereien ab“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser. Es sei ein guter Standort für die Universitätsschule gefunden worden, da müsse nicht gleich ein neuer ins Gespräch gebracht werden. CDU-Bildungspolitikerin Heike Ahnert erklärte, der Standort Johannstadt sei falsch gewesen. Mit der Cämmerswalder Straße rücke die Universitätsschule näher an die Universität. Das berge die Möglichkeit in sich, dass die Universität sich stärker in den Schulversuch einbringen könne als an anderen Standorten.

Konzept für Johannstadt gefordert

Die für dieses Schuljahr geplante Vorgründung der 150. Oberschule an der Cämmerswalder Straße wird mangels Anmeldungen verschoben. Die 150. Oberschule wird erst gegründet, wenn der Neubau auf der Fläche des ehemaligen Kohlebahnhofs auf der Freiberger Straße fertig ist, beschloss der Stadtrat.

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Die 101. Oberschule und die 102. Grundschule in Johannstadt sollen nach dem Willen des Stadtrats auch ohne Universitätsschule aufgewertet werden. Die Schulverwaltung soll ein Positionspapier für die Entwicklung eines interkulturellen Schulstandorts Johannstadt Nord entwickeln. In beide Schulen werden überdurchschnittlich viele Kinder aus Migrantenfamilien unterrichtet. „Wir lassen die Schulen mit ihren Problemen nicht im Stich“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Dana Frohwieser, die Schulbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) und Schulverwaltungsamtsleiter Falk Schmidtgen vorwarf, Stadtratsbeschlüsse zur Universitätsschule nicht umgesetzt zu haben.

Die Forderung der CDU-Fraktion, dass die Universitätsschule die gleichen finanziellen Mittel erhält wie jede andere kommunale Schule auch, fand eine Mehrheit. Gleichzeitig beschloss der Stadtrat einen stadtweiten Grundschulbezirk für die Universitätsschule für das Schuljahr 2019/2020. Damit können Eltern aus dem gesamten Stadtgebiet ihr Kind an der Grundschule anmelden.

Linke-Bildungspolitikerin Anja Apel begrüßte den Stadtratsbeschluss. „Endlich bekommt Dresden die Möglichkeit, von dieser innovativen Schule zu profitieren.“ Auch Ulrike Caspari (Die Grünen) lobte das fortschrittliche Konzept der Universitätsschule, das die Grünen unterstützen würden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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