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Stadtpolitik Unischule soll umziehen oder gänzlich überarbeitet werden
Dresden Stadtpolitik Unischule soll umziehen oder gänzlich überarbeitet werden
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11:01 26.04.2018
Symbolfoto Quelle: dpa
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Dresden

Die Unischule soll an die Cämmerswalder Straße umziehen. Das sieht eine Vorschlag aus dem Geschäftsbereich von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann vor. Favorisieren würde er aber eine ganz andere Variante.

Der Schulversuch der TU Dresden sollte im August an der Pfotenhauerstraße in Johannstadt am Standort der 101. Oberschule starten. Schon bis zu diesem Beschluss gab es viel Gezerre, die Stadtverwaltung stand aus verschiedensten Gründen auf der Bremse.

Nach dem Gründungsbeschluss rissen die Diskussionen nicht ab. Bei der Schule in Johannstadt kamen Verdrängungsängste auf. Die Anmeldezahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, das strittige Agieren der TU-Projektinitiatoren konnte die Konflikte nicht beilegen. Schließlich zog eine Lenkungsgruppe aus Vertretern der Stadtverwaltung, der Universität und des Kultusministeriums die Reißleine. Der Start wurde auf das Schuljahr 2019/20 verschoben.

Nun schlägt Vorjohann vor, die Unischule im August 2019 an der Cämmerswalder Straße 41 zu gründen. Sie soll in ihrem Grundschul- und in ihrem Oberschulteil jeweils höchstens dreizügig sein. Die 101. Oberschule und die 102. Grundschule setzen ihre Arbeit an der Pfotenhauerstraße fort. In der Johannstadt sei eine Parallelität aller drei Schulen inhaltlich und kapazitiv nicht möglich.

Verwaltung favorisiert eigentlich „Schulzweige“ in Johannstadt

Im Gebäude an der Cämmerswalder Straße, das derzeit als Auslagerungsstandort genutzt wird, sollte ursprünglich die 150. Oberschule vorgegründet werden und später an die Freiberger Straße umziehen. Der Start soll bis zur Fertigstellung des Schulstandorts an der Freiberger verschoben werden.

Eigentlich würde die Verwaltung ein anderes Modell bevorzugen, hält es jedoch im Stadtrat nicht für mehrheitsfähig: Die 101. Oberschule wird Träger des Schulversuchs. Auf die Gründung der Unischule wird zunächst verzichtet und die Oberschule organisiert innerschulisch einen „Schulzweig Schulversuch Universitätsoberschule“. Ein Schulzweig Universitätsgrundschule könnte die 102. Grundschule übernehmen, der ebenfalls am Standort der 101. Oberschule angesiedelt werden könnte. „Aus Verwaltungssicht ist dies die beste Option.“

Das dürfte für heftige Diskussionen sorgen. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte das bisherige Konzept der Unischule gelobt und nach der Verschiebung des Starts erklärt, von einem Scheitern könne keine Rede sein.

Von Ingolf Pleil

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