Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Ulbig weist Kritik an Pegida-Treffen zurück: Organisatoren sind in der Dialog-Verantwortung
Dresden Stadtpolitik Ulbig weist Kritik an Pegida-Treffen zurück: Organisatoren sind in der Dialog-Verantwortung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:13 09.09.2015
Sachsens Innenminister Markus Ulbig wies die Kritik am Treffen mit Pegida zurück. Quelle: Dominik Brüggemann
Anzeige

„Was ich gemacht habe, war nicht der Versuch mich mit den inhaltlichen Themen von Pegida auseinanderzusetzen“, sagte Ulbig bei einer Diskussionsrunde der Semper-Schulen, die den Minister als Gastredner für ein Schulprojekt zu jüdischer Kultur geladen hatten.

Er wies damit Vorwürfe zurück, sich mit der Pegida-Bewegung gemein zu machen. Die SPD hatte dem Innenminister vorgeworfen, der Staatsregierung in den Rücken gefallen zu sein. Ulbig habe Kathrin Oertel nahegelegt, die Demonstranten zu einem Dialog zu bitten und sich lösungsorientiert an der Politik zu beteiligen. „Eine Diskussion kann man auf der Straße anstoßen, aber nicht auf der Straße führen“, so Ulbig. Er sieht die Organisatoren jetzt in der Verantwortung. Frau Oertel habe ihm zugesagt, dass sie ihren Leuten anraten werde, in die Dialoggespräche zu gehen. „Wenn dies das Ergebnis wird, ist es mehr, als ich erwarten konnte“, so Ulbig gegenüber den 120 Schülern im Plenum.

Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmar wies die Kritik an dem Treffen als „maßlos übertrieben“ zurück. Der Minister sei in seiner Funktion ganz unmittelbar mit den Demonstrationen von Pegida befasst.

dbr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsens Innenminister und Dresdner OB-Kandidat Markus Ulbig (CDU) hat sich zu einem Gespräch mit Pegida-Frontfrau Kathrin Oertel und einem weiteren Vorstandsmitglied der islamkritischen Bewegung getroffen.

09.09.2015

Musiker Herbert Grönemeyer hat mit deutlichen Worten die Aussage von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) kritisiert, wonach der Islam nicht zu Sachsen gehöre.

09.09.2015

„Warum (nicht) zu Pegida gehen?“ Unter diesem Titel sollte am Freitag zum zweiten Mal der Dialog zwischen Pegida-Anhängern und Gegnern, aber auch Neutralen, versucht werden.

09.09.2015
Anzeige