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Subventionen für Dresdner Schwimmsportvereine wackeln

Sportförderung Subventionen für Dresdner Schwimmsportvereine wackeln

Am kommenden Donnerstag soll der Stadtrat die neue Sportförderrichtlinie und die neue Gebührensatzung beschließen. Doch kurz vor dem Beschluss ist ein riesiges Problem aufgetaucht, dass die Schwimmvereine betrifft.

Die neue Schwimmhalle am Freiberger Platz.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Am kommenden Donnerstag soll der Stadtrat die neue Sportförderrichtlinie und die neue Gebührensatzung beschließen. Doch kurz vor dem Beschluss ist ein riesiges Problem aufgetaucht, dass die Schwimmvereine betrifft. Die Schwimmsportler haben bisher für die Nutzung der Schwimmhallen und -bäder von der Bäder GmbH eine sogenannte Vollkostenrechnung erhalten. Vom Sportstättenbetrieb der Landeshauptstadt erhielten die Vereine dann Fördermittel für die Nutzung der Anlagen, die sogenannten Auffüllbeträge.

Diese Finanzierung über drei Ecken will Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) mit der neuen Richtlinie vereinfachen. Die Schwimmvereine sollen sich das Geld nicht beim Eigenbetrieb holen, sondern direkt von der städtischen Bäder GmbH finanziert werden. Besser gesagt vom städtischen Konzern Technische Werke Dresden (TWD), der die Verluste, die der Bäder GmbH durch die Subventionierung des Vereinssports entstehen, ausgleichen soll.

So gut diese Idee auch ist, sie hat einen Haken: Bäder GmbH und TWD sind keine Eigenbetriebe der Stadt, sondern privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen. Und da ist es durchaus interessant, wie die Subventionen von Sportvereinen in der Bilanz und bei der Frage der Steuern bewertet werden. Die Verwaltung hat das Problem erkannt und gemeinsam mit Bäder GmbH und TWD die Erteilung einer sogenannten verbindlichen Auskunft beim Finanzamt beantragt. Allerdings liegt die Antwort noch nicht vor, wie Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf Anfrage von Torsten Schulze, Sportpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat, mitteilte. „Nach derzeitigem Kenntnisstand wird die verbindliche Auskunft spätestens bis zum 30. Juni vorliegen“, teilte Hilbert mit.

„Es regiert das Prinzip Hoffnung“, konstatiert Schulze, „aber im schlimmsten Fall stehen die Schwimmvereine ab 1. Juli mit leeren Händen da.“ Die Verwaltung brauche dringend einen Plan B, damit der Schwimmsport auch nach Inkrafttreten der neuen Richtlinie noch ermäßigt die Hallen nutzen könne. Rund 3500 Schwimmsportler gibt es in Dresden, allein bei den großen Vereinen Dresdner SC und USV trainieren 1600 Schwimmerinnen und Schwimmer.

Der Handlungsdruck ist laut Schulze umso höher, als dass die Bäder GmbH zum 1. Juli den Vereinen eine Preiserhöhung angekündigt habe. „Wir brauchen bis zur Stadtratssitzung eine Lösung, wenn wir guten Gewissens der neuen Sportförderrichtlinie zustimmen wollen“, erklärte der Sportpolitiker.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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