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Stadtpolitik Streit um das Operettengelände in Dresden-Leuben
Dresden Stadtpolitik Streit um das Operettengelände in Dresden-Leuben
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09:00 12.04.2017
Was wird aus dem Operettengelände? Quelle: Archiv
Dresden

Vor langer, langer Zeit beschloss der Stadtrat neue Spielstätten für die Staatsoperette Dresden und das theater junge generation (tjg). Weil die neuen Spielstätten sehr viel Geld kosten sollten, beschloss der Stadtrat, die alten Spielstätten zu verkaufen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Der Verkaufserlös sollte in die Finanzierung der neuen Spielstätten im Kraftwerk Mitte fließen. Die sind um 3,5 Millionen Euro teurer geworden als ursprünglich geplant, da kann ein kleiner finanzieller Ausgleich nicht schaden.

Doch die Beschlüsse wurden vor langer, langer Zeit verabschiedet. Auf Geheiß der Stadtratsmehrheit prüft die Verwaltung gerade eine kommunale Verwendung der Liegenschaften des tjg in Cotta. Nun hat die Fraktion von Die Linke einen Antrag eingebracht, wonach auch eine städtische Nutzung der Operetten-Liegenschaft in Leuben geprüft werden soll. Insbesondere sei zu prüfen, ob am Standort Bedarf für eine Schule besteht und die Liegenschaft dafür geeignet sei.

Heike Ahnert, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, kann über den Antrag nur den Kopf schütteln. Die CDU hatte schon im August 2016 zu einem Bürgerforum zum Thema in das Operettengebäude eingeladen, einhelliger Tenor: Der Kopfbau hat stadtteilprägenden Charakter und soll erhalten werden. Deshalb habe die CDU einen Antrag eingebracht, eine Konzeptausschreibung für das Gebäude zu initiieren. Der Kopfbau solle möglichst von einem privaten Investor mit neuem Leben erfüllt werden, weil die Stadt dafür kein Geld hat, wie Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) erklärte. Bisher sei der Antrag noch nicht im Stadtrat verhandelt worden, weil das Schulverwaltungsamt Möglichkeiten prüfe, eine Schule auf dem Grundstück zu errichten und die endgültigen Ergebnisse noch nicht vorliegen würden.

Nun prescht Die Linke vor und fordert eine Prüfung, die laut Ahnert schon begonnen hat, als Peter Lames (SPD) noch Schulbürgermeister war. „Dieser Antrag ignoriert alles, was schon geschehen ist“, meint die CDU-Stadträtin. Nach den Zwischenergebnissen des Schulverwaltungsamtes könne ein dreizügiges Gymnasium auf dem Areal errichtet werden, aber nur, wenn der Kopfbau abgerissen wird. „Genau das aber wollen die Leubener nicht“, so Ahnert. „Mich macht die Arroganz der Linken fassungslos.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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