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Stadtpolitik Streit um Dresdner Schulnetzplan geht weiter
Dresden Stadtpolitik Streit um Dresdner Schulnetzplan geht weiter
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09:44 02.08.2017
Einer der Streitpunkte: Was wird aus dem Schulstandort Prohlis? Quelle: Halkasch/Archiv

Am 9. August soll der Schulnetzplan veröffentlicht werden. Das teilte der Geschäftsbereich von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt mit. Wichtige Details waren bereits vorab an die Öffentlichkeit gekommen: So sollen weder in Prohlis noch in Gorbitz Gymnasien gegründet werden. Stattdessen schlägt der Geschäftsbereich in einer gesonderten Vorlage den Einzug der Universitätsschule an den Schulstandort Boxberger Straße in Prohlis vor.

Der Entwurf ist ein Kontrapunkt zu den Vorstellungen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit, die Gymnasien in Prohlis und Gorbitz fordert. Entsprechend harsch fiel jetzt die Kritik von Linke-Stadträtin und Bildungspolitikerin Anja Apel aus, die sich überrascht und enttäuscht von Vorjohanns Plänen zeigte. Apel zitiert die Bildungsberichte der Landeshauptstadt, in denen unter anderem festgestellt werde: „Will man Prohlis und Gorbitz bildungspolitisch nicht abhängen, muss dort dringend etwas getan werden.“

Gymnasien in den beiden Stadtteilen wiederzugründen, sei keine weltfremde Ansicht von Rot-Grün-Rot, sondern eine Notwendigkeit in einer Gesellschaft, in der Bildung einen immer höheren Stellenwert einnehme. „Wir können gar nicht darauf verzichten, allen gute Bildung zukommen zu lassen.“

Die Linke-Stadträtin plädierte einmal mehr für einen Umzug des Berufsschulzentrums für Wirtschaft vom bisherigen Standort Leutewitzer Ring an die Boxberger Straße. An dem Doppelschulstandort könnte neben dem Berufsschulzentrum ein berufliches Gymnasium neu gegründet werden. Im freien Gebäude am Leutewitzer Ring wäre dann Platz für das Gymnasium Gorbitz. Der Haken an Apels Plänen: Wohin kommt die Universitätsschule, wenn Berufsschulzentrum und -gymnasium nach Prohlis ziehen? Apel fordert, dass die Versuchsschule zum Schuljahr 2018/2019 gegründet wird. Die Verwaltung will das Experimentierlabor zunächst im ehemaligen Gebäude der Volkshochschule am Schilfweg unterbringen, das aber nach wenigen Jahren zu klein wird. Ersatz muss her, Vorjohann schlägt den Abriss der alten Gebäude in Prohlis und einen Neubau vor.

Die Universitätsschule dürfte zur Verhandlungsmasse werden. „Einem Schulnetzplan, in dem weder in Gorbitz noch in Prohlis gymnasiale Standorte geplant sind, kann die Kooperation aus Rot-Grün-Rot nicht zustimmen“, kündigte Apel an. Dana Frohwieser, bildungspolitische Sprecherin der SPD, hatte bereits kritisiert, dass der Vorjohann-Entwurf die Fragen nach Gymnasien weder für Gorbitz noch für Prohlis beantworte.

Von tbh

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