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Stadtpolitik Streit bis zur letzten Minute um künftige Uni-Schule in Dresden
Dresden Stadtpolitik Streit bis zur letzten Minute um künftige Uni-Schule in Dresden
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21:16 26.02.2018
Bis zur letzten Minute wird in der Stadtpolitik um die geplante Universitäts-Schule gestritten. Quelle: dpa
Dresden

Der Bildungsausschuss hat einer Vorlage von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) zur geplanten Universitätsschule zugestimmt. Damit wird erklärt, dass das Schulkonzept durch die TU Dresden im Einvernehmen mit der Stadt entwickelt wurde. Das Kultusministerium hält die Schule für genehmigungsfähig, besteht aber auf dieser Erklärung der Stadt als Schulträger. Der Stadtrat soll das am 25. Januar beschließen.

Die Schule, die aus einem Grundschul- und einem Oberschulbereich bestehen wird und völlig neue Bildungskonzepte erforschen soll, ist auf der Pfotenhauerstraße am Standort der 101. Oberschule vorgesehen. Die Stadtratsmehrheit will noch „offene Fragen der Organisation, des Platzbedarfes und der Kooperation der bestehenden Schulen“ im nächsten Bildungsausschuss auf die Tagesordnung setzen lassen, „um mit allen Beteiligten die konkrete Ausgestaltung weiter zu entwickeln und voranzubringen“, erklärte SPD-Bildungspolitikerin Dana Frohwieser am Mittwoch. Ein Antrag der CDU für eine Sondersitzung des Ausschusses vor der Stadtratsentscheidung war im Ausschuss am Dienstagabend gescheitert. Heike Ahnert, Bildungspolitikerin bei den Christdemokraten, ärgerte das. Nach ihrer Einschätzung kann die Leitung der 101. Oberschule bislang nicht klar erkennen, wie die Kooperation mit der Uni-Schule funktionieren soll. Ohnehin sollte das ganze Konzept viel stärker mit den Johannstädtern besprochen werden. Zudem fehle in zwei Jahren für beide Schulen der Platz. Auch Finanzierungsfragen seien noch offen. Die CDU lehne es ab, dass für diesen „experimentellen Schulversuch mehr städtisches Geld fließt als für andere Schulen in Dresden.“ Die Sachkosten für Digitalkonzept und Raumausstattung seien jedoch viel höher.

Vorjohann will gern den Freistaat oder die Universität bei den Sachkosten mit ins Boot holen. Der Freistaat hat bereits erklärt, dass er die Stadt als Schulträger in der Pflicht sieht. Auch die Uni will sich nicht an Sachkosten beteiligen. „Die TUD wird die Begleitforschung durchführen und dafür eigene Ressourcen beziehungsweise speziell dafür akquirierte Drittmittel verwenden“, erklärte Sprecherin Kim-Astrid Magister auf Anfrage.

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Von Ingolf Pleil

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