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Stadtpolitik Stange? Kaufmann? Jähnigen? - Wer wird Kandidat für Dresdner Oberbürgermeisterwahl?
Dresden Stadtpolitik Stange? Kaufmann? Jähnigen? - Wer wird Kandidat für Dresdner Oberbürgermeisterwahl?
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23:52 09.09.2015
Dr. Kris Kaufmann, Stadtrat Linke, Stadtentwicklungsausschuss, Beirat Wohnen, Zweckverband VVO Quelle: PR

Mit Innenminister Markus Ulbig hat sich die CDU bereits auf einen Kandidaten festgelegt, der am 6. Februar auf einem Parteitag offiziell nominiert werden soll. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will als unabhängiger Bewerber antreten. Die rot-grün-rote Stadtratskooperation hat mehrfach verkündet, einen gemeinsamen Bewerber zu suchen, der nach der Machtübernahme im Stadtrat auch das Rathaus erobern soll.

Die Kooperation muss sich sputen, wenn der Einheitskandidat noch vor dem Wahlkampfauftakt feststehen soll. Immerhin müssen drei Parteitage einberufen werden, um die Persönlichkeit ins Wahlkampfrennen zu schicken. Hoch gehandelt wird Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Allerdings soll es auch Vorbehalte gegen die prominente SPD-Politikerin geben. Insbesondere die Grünen seien mit der Personalie nicht glücklich, heißt es.

Dr. Eva-Maria Stange. Quelle: LVZ Archiv
In Sachen OB-Frage halten die Kooperationspartner dicht, es dringt wenig bis gar nichts an die Öffentlichkeit. „Wenn der Name Stange hoch gehandelt wird, heißt das auch, dass andere Namen, über die wir diskutieren, nicht im Umlauf sind“, erklärte Linken-Stadtratsfraktionsvorsitzender André Schollbach.

Das stimmt nur noch bedingt: Mittlerweile wird offen darüber spekuliert, dass sich die drei Parteien von der Idee eines gemeinsamen Kandidaten verabschieden könnten und im ersten Wahlgang mit eigenen Bewerbern antreten. So ist bei den Linken immer wieder der Name Kris Kaufmann zu hören. Die Stadträtin genießt hohes Ansehen nicht nur in der eigenen Partei. Sie hat bei der Landtagswahl im Wahlkreis Dresden Altstadt nur um knapp drei Prozent das Direktmandat verpasst, holte 26,6 Prozent der Stimmen.

Bei den Grünen ist immer wieder der Name der Landtagsabgeordneten und Dresdner Kreisvorsitzenden Eva Jähnigen zu hören. Die Ur-Grüne war bereits 2008 zur OB-Wahl angetreten und hatte 9,88 Prozent erzielt, aber jetzt sind die Grünen im Aufwind. Insider werten es als deutliches Indiz für eine sich abzeichnende Kandidatur, dass Jähnigen nicht wie sonst im Gemeindewahlausschuss mitarbeiten will. „Dafür fehlt mir die Zeit“, erklärte sie gegenüber DNN. Oder will sie eine Befangenheit ausschließen, die vorliegt, wenn sie als OB-Kandidatin antreten würde?

Für die SPD könnte Unterbezirksvorsitzender Christian Avenarius ins Rennen gehen, der bei der Stadtratswahl immerhin von Listenplatz 3 aus den Einzug ins Parlament geschafft hat und über einen hohen Bekanntheitsgrad verfügt. Auch bei der Landtagswahl erzielte Avenarius mit 19,1 Prozent ein für sozialdemokratische Bewerber überragendes Ergebnis.

Mit drei Kandidaten würden die Linken in jedem Fall mehr Stimmen insgesamt erhalten als mit einem gemeinsamen Kandidaten. Denkbar ist eine Vereinbarung wie 2008, als nach dem ersten Wahlgang SPD und Grüne zugunsten des Linken-Bewerbers Klaus Sühl für den zweiten Wahlgang zurückzogen. Falls fünf Bewerber am 7. Juni antreten sollten, ist ein zweiter Urnengang sehr wahrscheinlich, weil keiner die erforderliche absolute Mehrheit erzielen dürfte.

tbh

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