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Stadtpolitik Stadtverwaltung plant neues Rathaus am Ferdinandplatz
Dresden Stadtpolitik Stadtverwaltung plant neues Rathaus am Ferdinandplatz
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18:13 14.07.2017
Rathaus statt Parkplatz: Auf dem Ferdinandplatz soll ein Verwaltungszentrum entstehen. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Stadtverwaltung will auf dem Ferdinandplatz einen Rathausneubau errichten. Das teilte die städtische Immobilienverwaltung, die zum Geschäftsbereich von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) gehört, am Mittwoch mit. Ziel sei es, die städtischen Ämter bis 2030 an drei zentralen Verwaltungsstandorten unterzubringen.

Gegenwärtig sind die städtischen Ämter über das Stadtgebiet verteilt. Der Geschäftsbereich Stadtentwicklung und Bau hat seinen Sitz beispielsweise im World Trade Center, das dazugehörige Straßen- und Tiefbauamt befindet sich dagegen im Bürogebäude an der St. Petersburger Straße. Das Sozialamt ist in der Junghansstraße in Striesen untergebracht. Die Konzentration auf drei Standorte ermögliche eine hohe Flexibilität für Veränderungen und soll die bisherigen Mietobjekte durch eigene Gebäude ablösen, beschreibt die Verwaltung das Ziel.

Neben dem Rathaus am Dr.-Külz-Ring und dem Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz will die Verwaltung das Gebäude in der Theaterstraße, in dem Ortsamt Altstadt und Ordnungsamt untergebracht sind, behalten. Diese drei Hauptstandorte sollen bis 2030 Platz für 3900 Beschäftigte bieten. Die Stadt werde auch künftig Objekte anmieten müssen, aber in wesentlich geringerem Umfang als bisher.

Schmidt-Lamontain will Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im Spätsommer eine Vorlage „Verwaltungsunterbringung 2030“ zur Entscheidung durch den Stadtrat vorlegen. Darauf aufbauend würden Vorlagen für die Projekte „Neubau Verwaltungszentrum Ferdinandplatz“ und „Fortsetzung der Sanierung Neues Rathaus Dresden“ folgen.

Die Stadtverwaltung steht aber schon ab 2019 unter enormen Druck: Der zweite Bauabschnitt bei der Rathaussanierung muss in Angriff genommen werden. Während der Bauzeit müssen 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an anderen Standorten untergebracht werden. Der Eigentümer des Bürogebäudes an der St. Petersburger Straße habe außerdem angekündigt, die 2018 auslaufenden Mietverträge nicht verlängern zu wollen, so die Stadtverwaltung. Damit bräuchten weitere 650 Beschäftigte neue Büros. Zudem werde die Verwaltung bis Ende 2018 um rund 100 Stellen aufgestockt, auch die neuen Mitarbeiter müssten untergebracht werden.

Für die Mitarbeiter aus der St. Petersburger Straße prüft die Verwaltung eine Interimsunterbringung in Containern und sucht die dafür notwendigen Grundstücke. Auch die Anmietung von Flächen wird untersucht. Möglicherweise wird auch die Rathaussanierung verschoben, da ab 2019 mindestens 1300 Personen untergebracht werden müssen. Vertreter der Immobilienbranche weisen seit Jahren darauf hin, dass Büroflächen in Dresden knapp werden und Projektentwickler fast ausschließlich Wohnungsbauvorhaben realisieren. Die Stadt könnte mit einem Verwaltungsneubau mit gutem Beispiel vorangehen. Personal- und Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) hat den Neubau am Ferdinandplatz bereits bei seinem Amtsantritt 2015 als Ziel formuliert und vor kurzem erklärt, die Stadt strebe an, das Vorhaben mit eigenen Mitteln zu realisieren und keinen Fremdanbieter in Anspruch zu nehmen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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