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Stadträte sollen über höhere Miete für Schütz-Konservatorium entscheiden

Musikschule Stadträte sollen über höhere Miete für Schütz-Konservatorium entscheiden

Die Dresdner Städträte sollen über den Mietvertrag für ein Objekt des Heinrich-Schütz-Konservatoriums entscheiden. Für die Musikschule stehen höhere Mietzahlungen ins Haus – gleichzeitig entsteht Zeitdruck für Verhandlungen mit der Drewag über Alternativen.

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Quelle: dpa

Dresden. Dem Heinrich-Schütz-Konservatorium steht eine kräftige Mieterhöhung ins Haus. Ab 1. Juli sollen für den Standort an der Bautzener Straße 19 pro Quadratmeter 6,05 Euro mehr bezahlt werden. Das geht aus einer Vorlage des Geschäftsbereichs von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) für den Kulturausschuss hervor.

Das ehemals von einem Verein getragene Schütz-Konservatorium ist seit Jahresbeginn ein Eigenbetrieb der Stadt. Alle Verträge des Vereins wurden dazu übernommen. In den angemieteten Unterrichtsräumen auf der Bautzener Straße sind Tanzangebote und die Ensemblearbeit der städtischen Musikschule angesiedelt. Wie es in der Vorlage der Stadt heißt, hatte der private Vermieter gefordert, den zum 30. Juni 2018 auslaufenden Mietvertrag noch im Jahr 2017 zu verlängern. Versuche des früheren Trägervereins, günstigere Konditionen zu verhandeln und die Vertragsverlängerung dem Eigenbetrieb in diesem Jahr zu überlassen, blieben den Angaben zufolge erfolglos. Weil die Räume für die Erhaltung des Angebots des Konservatoriums nötig sind, hatte der Trägerverein daher den Vertrag um drei Jahre verlängert, aber auch ein Rücktrittsrecht für die Stadt bis 31. Januar 2018 ausgehandelt.

Der Kulturausschuss soll nun den Verzicht auf das Rücktrittsrecht erklären, „obwohl das Mietangebot des Vermieters eine Mietkostensteigerung um 6,05 Euro pro Quadratmeter auf 12,95 Euro pro Quadratmeter beinhaltet“. Damit ist laut Vorlage ab dem 1. Juli 2018 eine monatliche Netto-Kaltmiete von insgesamt 21390,68 Euro zu entrichten. Für 2018 seien für die Miete damit 60 000 Euro zusätzlich notwendig und ab 2019 rund 120 000 Euro. Die Gesamtfläche an der Bautzener Straße („An der Loge“) umfasst rund 850 Quadratmeter.

Zeitdruck für Drewag

Erst ab 2021 stünden mit der geplanten Erweiterung der Mietfläche im Kraftwerk Mitte Alternativen zur Verfügung. Bislang liege dafür jedoch noch kein Angebot der Drewag als Vermieter vor. Hier entsteht nun allerdings Zeitdruck. Der Vermieter des Schütz-Konservatoriums auf der Bautzener Straße hat der Stadt ein weiteres Angebot gemacht. Wenn der Mietvertrag statt um drei um zehn Jahre verlängert wird, dann würde die Miete pro Quadratmeter um 7,95 Euro niedriger ausfallen. Die Stadtwerke Drewag seien daher aufgefordert, ein Angebot für die Flächen im Kraftwerk Mitte „kurzfristig vorzulegen“.

Anhand dieser beiden Angebote könne dann der Stadtrat oder der Kulturausschuss unter „Beachtung der kulturpolitischen Ziele der Schulkonzeption des Heinrich-Schütz-Konservatoriums wie auch der Entwicklung des Areals Kraftwerk Mitte über eine langfristige Anmietung von Unterrichtsräumen“ entscheiden. Die Entscheidung soll bereits bei der nächsten Ausschusssitzung am 30. Januar fallen. Das günstigere Mietangebot bleibt nur bis zum 30. März bestehen, bis dahin kann sich das Konservatorium von dem im vergangenen Jahr verlängerten Vertrag nur durch Annahme des Zehn-Jahres-Vertrags lösen.

Von Ingolf Pleil

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