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Stadtpolitik Stadt sucht nach privatem Investor für Sachsenbad
Dresden Stadtpolitik Stadt sucht nach privatem Investor für Sachsenbad
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08:41 07.06.2018
20 Jahre Leerstand: Das Sachsenbad befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Ein privater Investor soll das nach dem Willen einer breiten Mehrheit im Stadtrat ändern. Quelle: Foto: Sebastian Kahnert
Dresden

 Endlich Bewegung beim Sachsenbad: Nach 20 Jahren Stillstand wird der Stadtrat am heutigen Donnerstag mit großer Mehrheit eine Vorlage verabschieden, nach der die Stadtverwaltung mit einer Konzeptausschreibung einen privaten Investor suchen will, der das denkmalgeschützte Gebäude saniert und nach Möglichkeit ein Gesundheitsbad errichtet. Aber auch andere Nutzungsmöglichkeiten wie ein Stadtteilzentrum sind erlaubt. Auf der Immobilienmesse „Expo Real“ im Oktober in München soll das Sachsenbad offeriert werden.

Schollbach: Das Sachsenbad ist kein Renditeobjekt

Für Irritation sorgte da ein von den Linken initiierter Beschluss des Aufsichtsrats der Bäder GmbH, dass sich die städtische Gesellschaft an der Ausschreibung beteiligen soll. „Das ist rechtswidrig“, erklärte Jan Donhauser, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Der Aufsichtsrat könne der Geschäftsführung des städtischen Unternehmens nicht vorschreiben, sich an Ausschreibungen zu beteiligen, die nicht dem Unternehmenszweck entsprechen. Das Personal der Bäder GmbH habe Besseres zu tun, als Bewerbungsunterlagen für ein Projekt zu bearbeiten, für das es ohnehin kein Geld gebe. „Das bindet Ressourcen und kostet unnütz Geld“, so Donhauser.

Linke-Fraktionsvorsitzender André Schollbach sieht das anders. „Es wäre ideal, wenn eine eigene GmbH das Sachsenbad saniert und nicht ein privater Dritter.“ Das Sachsenbad sei kein Renditeobjekt, deshalb liege es nahe, dass die Sanierung eine Aufgabe für die öffentliche Hand sei, so Schollbach.

Was wird aus dem Sachsenbad? Die Stadt hat verschiedene Varianten untersuchen lassen. Alle haben Vor- und Nachteile.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte sich am Dienstag bei seinem Besuch in Pieschen anders positioniert: „Ich halte nichts von dem Vorschlag, dass sich eine städtische Gesellschaft für die Entwicklung des Sachsenbads bewirbt. Als Bad kann es wirtschaftlich nicht betrieben werden. Ein funktionierendes Bad lässt sich für die Hälfte der Sanierungskosten bauen. Und ja: Der Neubau eines Bades im Dresdner Nordwesten ist als nächstes dran.“

So sieht es auch Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi: „Wir sollten uns lieber auf den Neubau eines Schwimmbades auf dem Grundstück Harkortstraße konzentrieren. Das bringt dem Stadtteil Pieschen mehr als die Sanierung des Sachsenbads mit öffentlichen Mitteln.“ Diese Aufgabe sollte ein Privater übernehmen, findet Lichdi. „Ich bin optimistisch, dass wir einen Investor finden werden“, erklärte der Grüne.

Von Uwe Hofmann und Thomas Baumann-Hartwig

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