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Stadtpolitik Stadt löst Projektgruppe für Asylunterkünfte in Dresden wieder auf
Dresden Stadtpolitik Stadt löst Projektgruppe für Asylunterkünfte in Dresden wieder auf
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11:46 09.10.2016
Die Stadt löst das Sonderteam für die Suche nach Asylunterkünften auf. Quelle: Archiv
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Dresden

Die gesunkenen Flüchtlingszahlen machen es möglich: Die Stadt löst das Sonderteam für die Suche nach Asylunterkünften auf. Gruppenleiter Sven Mania und die anderen Mitarbeiter wechseln in andere Ämter. Zudem verzichtet die Stadt endgültig auf die Anmietung hunderter Hotelplätze.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat die Auflösung der Projektgruppe „Unterbringung asylsuchender Menschen“ verfügt. Das Team mit Sven Mania an der Spitze war vor einem Jahr gebildet worden, um den Zustrom von Flüchtlingen in Dresden besser zu bewältigen. „Die Projektgruppe hat in einer schwierigen Zeit durch die große Zahl von zugewiesenen Asylbewerbern insbesondere Ende 2015 und Anfang 2016 eine sehr gute Arbeit geleistet“, erklärte Stadtsprecher Kai Schulz auf DNN-Anfrage. Sie habe ihr Ziel erreicht. Mit großem Einsatz hätten die Mitarbeiter „für alle ankommenden Flüchtlinge eine menschenwürdige Unterkunft bereitstellen können“. Die Stelle des Projektgruppenleiters wird zum 1. April 2017 in den Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften verlegt. Das dortige Aufgabenfeld von Mania werde „zu gegebener Zeit genau abgesteckt“.

Die Asylunterbringung werde nun „zeitnah wieder von den Fachämtern, vorrangig Sozialamt sowie Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung, übernommen“. Die Mitarbeiter gehen je nach Stelle in den Geschäftsbereich Stadtentwicklung, das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung und in das Büro des Geschäftsbereiches Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen beziehungsweise in die Fachämter zurück, aus denen sie abgeordnet wurden. Es handelt sich um sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Ämtern, die mit der Unterbringung von Asylbewerbern direkt befasst waren, und um Mitarbeiter, die der Projektgruppe aus anderen Bereichen zugewiesen wurden.

Aufgrund der verringerten Flüchtlingszahlen verzichtet die Stadt auch auf die Anmietung hunderter Hotelplätze als Unterkünfte. In einem Schreiben an die Stadträte teilte Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann jetzt mit, dass die Anmietung von weiteren 869 Hotelplätzen nicht mehr erfolge, „weil hierfür mittel- und langfristig derzeit kein Bedarf mehr besteht“. Mit der Anmietung von zwei Hotels auf der Strehlener Straße und der Fritz-Reuter-Straße habe die Stadt 631 Hotelplätze für jeweils drei Jahre angemietet. Der Abschluss eines Mietvertrags mit einem Hotel auf der Wilhelm-Franke-Straße 90 war ohnehin gescheitert.

Von Ingolf Pleil

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