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Stadtpolitik Spannung vor Kandidatenkür für Bildungsbürgermeister in der CDU
Dresden Stadtpolitik Spannung vor Kandidatenkür für Bildungsbürgermeister in der CDU
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18:00 03.09.2016
Bela Belafi gilt als Favorit. Quelle: PR
Dresden

Lange schien die Besetzung ganz klar, doch jetzt geht die CDU-Stadtratsfraktion am kommenden Dienstag tatsächlich mit drei Kandidaten in die Abstimmung über den Bewerber für das Amt des Bildungsbürgermeisters. Die Entscheidung könnte im Stadtrat zu Turbulenzen führen.

Eigentlich hatte sich die Partei schon auf Béla Bélafi als Kandidaten geeinigt. Der derzeitige Direktor der sächsischen Bildungsagentur ist der Favorit von Parteichef Christian Hartmann und Fraktionschef Jan Donhauser, doch bei den CDU-Stadträten grummelte es. Mancher fühlte sich übergangen. So gewannen weitere Bewerber an Gewicht. Neben Ex-CDU-Stadtrat Stefan Zinkler gehört nun auch Hartmut Vorjohann, zum Jahresende scheidender Finanzbürgermeister, zur Wahl.

Das ist auch nach einer Sondersitzung der Fraktion am Donnerstagabend so geblieben. Alle drei hätten einen professionellen Eindruck hinterlassen, hieß es in der Fraktion, am Dienstag komme es zu einer „spannenden Entscheidung“. Dabei dürfe Zinkler aber eine gewisse Außenseiterrolle zugeschrieben werden.

Fraktionschef Donhauser wollte sich nicht auf eine Wertung einlassen. „Wir hatten drei sehr gute Vorstellungen“, sagte er. Jeder Stadtrat habe jetzt eine gute Entscheidungsgrundlage. An seiner Haltung habe sich indes nichts geändert.

Sollten sich die 21 Stadträte, von denen am Donnerstag 18 dabei waren, für Vorjohann entscheiden, wird es erst richtig spannend. Die Wahl findet letztlich im Stadtrat statt. Für den Bildungsbürgermeister hat die CDU das Vorschlagsrecht. Das ist mit SPD, Linken und Grünen abgesprochen, deren Bürgermeisterkandidaten im August 2015 auch mit den Stimmen der CDU schon gewählt worden sind. Vorjohann darf jedoch für nicht wenige in der linken Stadtratsmehrheit als „rotes Tuch“ gelten. Donhauser: „Wir haben uns an die Absprachen gehalten, dass erwarten wir jetzt auch von der Kooperation.“

Von Ingolf Pleil

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