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Stadtpolitik Sanierung des Altmarkts: Ausschuss beschließt teuerste Variante
Dresden Stadtpolitik Sanierung des Altmarkts: Ausschuss beschließt teuerste Variante
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07:18 11.01.2019
Der Altmarkt soll für 7,3 Millionen Euro saniert werden. Quelle: Archiv
Dresden

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hat am Mittwochabend grünes Licht für die von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) geplante Sanierung des Altmarkts gegeben. Dabei stimmte eine Mehrheit der von Hilbert vorgeschlagenen Maximalvariante mit zwei Änderungen zu. Auf Antrag von Thomas Blümel (Bürgerfraktion) sollen die Umbauarbeiten für Baumpflanzungen auf der Westseite des Altmarkts genutzt werden. Hilbert will Möglichkeiten prüfen, die Gedenkstätte für die Opfer der Bombenangriffe vom 13. Februar 1945 besser in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Sollte der Stadtrat dem Ausschussvotum folgen, wird der Altmarkt ab 2020 umfangreich für 7,3 Millionen Euro umgebaut. Der Platz erhält eine neue Entwässerung und ein leistungsfähiges Leitungsnetz, aber auch ein stationäres Terrorabwehrsystem. Die Bauarbeiten werden bis 2021 andauern. Der Striezelmarkt wird nächstes Jahr trotzdem auf dem Altmarkt stattfinden, der eine provisorische Asphaltecke erhalten soll.

Bäume für „angenehmeren Aufenthalt“

„Das Stadtzentrum braucht dringend mehr Grün. Der Umbau des Altmarkt sollte deshalb auf jeden Fall genutzt werden, um Bäume zu pflanzen, die für etwas Schatten und damit einen angenehmeren Aufenthalt sorgen“, erklärte Blümel. Hilbert greift mit seinem Antrag Forderungen des Forums für Baukultur und weiterer Vereine und Verbände auf.

Im Ausschuss wurde auch über eine kleine Variante zum halben Preis diskutiert, bei der das Pflaster nur an den Stellen ausgebaut werden soll, an denen Leitungen oder Drainagen verlegt werden sollen. Der Nachteil dieser Variante besteht darin, dass die Unterschiede zwischen altem und neu verlegtem Pflaster deutlich zu bemerken sind. Deshalb bekam die günstige Variante keine Mehrheit. Senioren- und Behindertenverbände wünschen sich, dass geschnittenes Pflaster nach den Erdarbeiten eingebaut wird, das ebener und damit für mobilitätseingeschränkte Personen besser passierbar ist als Kopfsteinpflaster. Dieser Wunsch kostet 1,5 Millionen Euro mehr, der Stadtrat soll entscheiden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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