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Stadtpolitik SPD will befristete Verträge im Rathaus abschaffen
Dresden Stadtpolitik SPD will befristete Verträge im Rathaus abschaffen
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08:39 18.09.2018
Die Dresdner Stadtverwaltung beschäftigt 289 seiner Angestellten im Bereich des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst nur befristet. Quelle: dpa-tmn/Jens Schierenbeck
Dresden

289 Beschäftigte in der Stadtverwaltung im Bereich des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst haben einen befristeten Arbeitsvertrag. Nicht erfasst sind Beschäftigte in künstlerischen Bereichen, da es im Tarifvertrag „Normalvertrag-Bühne“ keine Befristungen gebe, sondern bis zu einem bestimmten Zeitpunkt Nichtverlängerungsmitteilungen abgegeben werden könnten. Das teilte jetzt der erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) auf Anfrage von SPD-Stadtrat Thomas Blümel mit.

Von den 289 befristeten Arbeitsverhältnissen seien 140 ohne Sachgrund befristet. Es würde sich dabei zu einem Teil um ehemalige, eigene Auszubildende und Studenten im ersten Jahr nach ihrem Abschluss handeln, so Sittel. Weiterhin sei mit einem Teil der Beschäftigten ein befristeter Vertrag geschlossen worden, da sie Stellenanteile von Mitarbeitern mit Teilzeitverträgen übernommen hätten. Auch Vertreter von Langzeitkranken oder Beschäftigten in Elternzeit seien mit sachgrundlos befristeten Verträgen beschäftigt.

„Ich werde darauf dringen, dass wir den Einstieg in den Ausstieg hinbekommen“, erklärte Blümel. Ziel sei es, in spätestens fünf Jahren keine Beschäftigten mit sachgrundloser Befristung im Rathaus zu haben. „Die Verwaltung sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Als Arbeitgeber wird man nicht unbedingt attraktiv, wenn die Mitarbeiter befristet eingestellt werden.“ Das Rathaus könne als gutes Beispiel vorangehen, das auch auf andere Arbeitgeber im öffentlichen Dienst ausstrahlen könnte. „Ich denke da insbesondere an die Hochschulen. Wenn wir von Exzellenz sprechen, sollten wir die Lebensverhältnisse der Mitarbeiter an der Exzellenzuniversität nicht ausblenden.“

Von tbh

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