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Stadtpolitik SPD-Landeschef Dulig: „Muslime gehören zu Sachsen“
Dresden Stadtpolitik SPD-Landeschef Dulig: „Muslime gehören zu Sachsen“
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17:28 09.09.2015
Martin Dulig (SPD) informierte sich in der Dresdner Alfaruq-Moschee über die Situation von Muslimen. Quelle: Tanja Tröger
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V.. Er zeigte sich betroffen, nachdem der Vereinsvorstand ihm berichtet hatte, dass die Blicke der Passanten auf der Straße von Verachtung und Misstrauen geprägt seien. „Das ist doch nicht unser Dresden!“, so der sächsische SPD-Chef. „Dresden das Lächeln zurückgeben, das ist die Aufgabe, die wir alle gemeinsam haben.“ Das bedeute auch, dass Verwaltungsmitarbeiter Asylsuchende und Migranten nicht von oben herab behandeln dürften.

Duligs Besuch in der Moschee am Flügelweg sei gerade nach den islamfeindlichen Schmierereien am islamischen Kulturzentrum in Dresden in der vergangenen Woche als Zeichen der Solidarität zu verstehen. „Das können und dürfen wir nicht tolerieren“, sagte er. Als Christ sei ihm besonders wichtig, nicht über Menschen zu sprechen, sondern mit ihnen. „Wir sind Nachbarn, wir sind Freunde, wie sind eine Gesellschaft.“

Angesprochen auf die Aussage von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der Islam gehöre nicht zu Sachsen, wich Dulig aus: Er wolle keine theoretische Diskussion. „Mein Besuch hier ist die praktische Antwort: Muslime gehören zu uns, sie sind Teil unserer Gesellschaft. Ich trenne nicht, wer dazugehört und wer nicht dazugehört.“ Er wolle keinen Streit über persönliche Meinungen vom Zaum brechen.

Ungefähr 150 Menschen besuchen regelmäßig die Gebetsräume des Islamischen Zentrums Dresden e.V. am Flügelweg. Dort hat der Verein seit vier Jahren seinen Sitz. Zuvor nutzten die Muslime Räume an der Franklin- und der Uhlandstraße für Gebete. Die Dresdner Gemeinschaft besteht schon seit den 1980er Jahren.

ttr/dpa

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