Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Reaktion auf „Pegida“ in Dresden: Sachsens Innenministerium startet Info-Kampagne bei Twitter
Dresden Stadtpolitik Reaktion auf „Pegida“ in Dresden: Sachsens Innenministerium startet Info-Kampagne bei Twitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:13 09.09.2015
Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) Quelle: dpa
Anzeige

Bereits seit dem vergangenen Wochenende würden „Beiträge zum Thema Asyl mit den Hashtags #pegida und #nopegida gekennzeichnet, um gezielt Informationen in den Diskussionen beizusteuern“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Die Hashtags werden bereits seit Beginn der Bewegung generell als Schlagworte vewendet. Die Reaktion  jetzt sei jedoch zwingend notwendig.

„Das ist ein weiterer Versuch, die Leute zu erreichen“, sagte Ulbig. „Dabei geht es nicht um eine politische Bewertung, sondern um Information.“ Er bedauerte, dass viele Versuche von politischer Seite, in einen Dialog zu treten, von den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) unbeachtet blieben. Hashtags sind Schlagworte, die bei der Kommunikation via Twitter verwendet werden, um die Suche innerhalb des Netzwerkes zu erleichtern.

Reaktion auf „Pegida“Bewegung: Innenministerium startet Info-Kampagne bei Twitter. Quelle: DNNOnline
Ein Problem sei auch, dass viele der Menschen, die sich wöchentlich den „Pegida“-Demonstrationen anschlössen, den klassischen Medien nicht mehr vertrauten. „Wenn von der „Lügenpresse“ die Rede ist, dann scheint es ja das erste Mal der Fall zu sein, dass auch die unabhängigen Medien nicht mehr in der Lage sind, die Leute zu erreichen und zu informieren“, sagte Ulbig. In den sozialen Netzwerken würden viele Unzufriedene dagegen ihren Unmut kundtun. „Wenn man sich das anguckt, sieht man aber, dass da jede Menge Halbwahrheiten und falsche Informationen dabei sind. Und die bestätigen sich dort auch immer wieder selbst.“ Deshalb wolle man hier gezielt mit Informationen ansetzen.

Ministeriumssprecher Martin Strunden, der die Aufklärungskampagne unter dem Twitter-Account SMI_tweets leitet, berichtet von großem Interesse. „Die Aufrufe der Tweets haben um das Acht- bis Zehnfache zugenommen.“ Eine Ausweitung der Kampagne auf Facebook werde derzeit noch überlegt. In den zurückliegenden sieben Tagen verwendeten Twitter-Nutzer fast 50 000 Mal den Hashtag #Pegida. #Nopegida - das Schlagwort der „Pegida“-Gegner - wurde laut Internetdienst Topsy in einer Woche knapp 8000 mal benutzt.

Tweets von @SMI_tweets //

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem gerichtlichen Aus für die Kurtaxe wird im Dresdner Stadtrat nun die Einführung einer Übernachtungssteuer diskutiert. Das Innenministerium sieht dabei keine Hindernisse im Kommunalabgabengesetz.

09.09.2015

Die CDU lehnt Blockaden genehmigter Kundgebungen auch von Parteien wie der rechtsextremen NPD oder der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ strikt ab.

09.09.2015

25 Jahre nach seiner weltweit beachteten Rede vor der Ruine der Dresdner Frauenkirche wird Helmut Kohl an diesem Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt erwartet.

09.09.2015
Anzeige