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Rathaussanierung wird noch teurer: Verwaltung plant 3,8 Millionen Euro mehr ein

Rathaussanierung wird noch teurer: Verwaltung plant 3,8 Millionen Euro mehr ein

Die Sanierung des Rathauses verteuert sich weiter. 25 Millionen Euro waren ursprünglich für den Ostflügel veranschlagt worden. Im vergangenen Jahr musste die Stadt eingestehen, dass sich die Bauarbeiten um 7,8 Millionen Euro verteuern.

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Das Dach des Rathaus-Ostflügels musste gleich zweimal gedeckt werden. Darunter soll das Steueramt einziehen.

Quelle: Christian Juppe

In einer aktuellen Vorlage für den Stadtrat geht es um 3,8 Millionen Euro zusätzliche Mittel. Dabei handelt es sich um einen Risikorahmen, der nicht notwendig ausgeschöpft werden muss. Das Geld soll in den Etat für 2014 eingestellt werden. Die Mittel stammen aus dem hervorragenden Jahresabschluss 2012.

"Zusätzliche Risiken sind derzeit mit keinem Budget versehen und führen beim Eintritt zu erheblichen Konsequenzen im Bauverlauf bis hin zum Baustillstand, wenn notwendige Voraussetzungen infolge fehlender Mittel nicht beantragt werden können", heißt es in der Vorlage. Wobei sich einige Risiken bereits realisiert haben und zu "Kostenmehrungen" geworden sind. Der Abschluss der Rathaussanierung verzögert sich um rund anderthalb Jahre, entsprechend muss die Baustelleneinrichtung länger stehen bleiben. Das kostet 15 000 Euro im Monat - macht 270 000 Euro. Die Überwachung der Baustelle schlägt mit 215 000 Euro zu Buche. Insgesamt summieren sich die bereits entstandenen Mehrkosten auf 1,3 Millionen Euro.

Wo Schatten ist, da ist auch Licht - rund 400 000 Euro können gespart werden. Der Verzicht auf eine neue Schließanlage und neue Schilder würde zum Beispiel 65 000 Euro bringen, die Aufarbeitung der Klappstühle im Plenarsaal könnte 20 000 Euro günstiger als geplant erfolgen. Bei der Restauration der Kuppelhalle könnten sogar 168 000 Euro eingespart werden, heißt es in der Vorlage.

Teurer wird es dafür im Plenarsaal, der mit einem noch nicht eingeplanten Großbild-Fernseher für 5000 Euro aufgerüstet werden soll. Mehrkosten in Höhe von 20 000 Euro fallen an, um die Kraftstoffleitung des Notstromaggregates für die Rechentechnik entsprechend der Sicherheitsvorschriften auszustatten.

Für die weiteren Arbeiten hat die Stadt eine Risikoanalyse anfertigen lassen. Ein Ingenieurbüro errechnete einen Rahmen von 3,5 Millionen Euro plus rund 300 000 Euro für den Ratskeller. Dazu heißt es in der Vorlage: "Da das Betreiberauswahlverfahren in Verbindung mit den Sanierungsarbeiten keinen geeigneten Betreiber für den Ratskeller hervorbrachte, wurden alternative Nutzungsszenarien und deren Auswirkungen auf das Budget für die Ratskellersanierung untersucht." Deshalb werde das Lokal jetzt so saniert, dass es statt von einem Gaststättenbetrieb auch für die Versorgung der Rathausmitarbeiter genutzt werden könnte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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