Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Rathaussanierung wird noch teurer: Verwaltung plant 3,8 Millionen Euro mehr ein
Dresden Stadtpolitik Rathaussanierung wird noch teurer: Verwaltung plant 3,8 Millionen Euro mehr ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 09.09.2015
Das Dach des Rathaus-Ostflügels musste gleich zweimal gedeckt werden. Darunter soll das Steueramt einziehen. Quelle: Christian Juppe

In einer aktuellen Vorlage für den Stadtrat geht es um 3,8 Millionen Euro zusätzliche Mittel. Dabei handelt es sich um einen Risikorahmen, der nicht notwendig ausgeschöpft werden muss. Das Geld soll in den Etat für 2014 eingestellt werden. Die Mittel stammen aus dem hervorragenden Jahresabschluss 2012.

"Zusätzliche Risiken sind derzeit mit keinem Budget versehen und führen beim Eintritt zu erheblichen Konsequenzen im Bauverlauf bis hin zum Baustillstand, wenn notwendige Voraussetzungen infolge fehlender Mittel nicht beantragt werden können", heißt es in der Vorlage. Wobei sich einige Risiken bereits realisiert haben und zu "Kostenmehrungen" geworden sind. Der Abschluss der Rathaussanierung verzögert sich um rund anderthalb Jahre, entsprechend muss die Baustelleneinrichtung länger stehen bleiben. Das kostet 15 000 Euro im Monat - macht 270 000 Euro. Die Überwachung der Baustelle schlägt mit 215 000 Euro zu Buche. Insgesamt summieren sich die bereits entstandenen Mehrkosten auf 1,3 Millionen Euro.

Wo Schatten ist, da ist auch Licht - rund 400 000 Euro können gespart werden. Der Verzicht auf eine neue Schließanlage und neue Schilder würde zum Beispiel 65 000 Euro bringen, die Aufarbeitung der Klappstühle im Plenarsaal könnte 20 000 Euro günstiger als geplant erfolgen. Bei der Restauration der Kuppelhalle könnten sogar 168 000 Euro eingespart werden, heißt es in der Vorlage.

Teurer wird es dafür im Plenarsaal, der mit einem noch nicht eingeplanten Großbild-Fernseher für 5000 Euro aufgerüstet werden soll. Mehrkosten in Höhe von 20 000 Euro fallen an, um die Kraftstoffleitung des Notstromaggregates für die Rechentechnik entsprechend der Sicherheitsvorschriften auszustatten.

Für die weiteren Arbeiten hat die Stadt eine Risikoanalyse anfertigen lassen. Ein Ingenieurbüro errechnete einen Rahmen von 3,5 Millionen Euro plus rund 300 000 Euro für den Ratskeller. Dazu heißt es in der Vorlage: "Da das Betreiberauswahlverfahren in Verbindung mit den Sanierungsarbeiten keinen geeigneten Betreiber für den Ratskeller hervorbrachte, wurden alternative Nutzungsszenarien und deren Auswirkungen auf das Budget für die Ratskellersanierung untersucht." Deshalb werde das Lokal jetzt so saniert, dass es statt von einem Gaststättenbetrieb auch für die Versorgung der Rathausmitarbeiter genutzt werden könnte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2013

Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Grünen-Fraktion im Dresdner Stadtrat rückt endgültig vom Projekt Hafencity ab. Nachdem die Fraktion den Masterplan 2011 noch mit beschlossen hatte und dem Projekt bisher zwar skeptisch aber nicht ablehnend gegenüber stand, habe sich die Meinung jetzt geändert.

09.09.2015

Als Schulbürgermeister hat Winfried Lehmann (CDU) den Hut auf für ein gigantisches Schulbauprogramm. Im Gespräch mit den DNN erklärt er, wie die Stadt effizienter Schulen bauen will, wie es mit dem Sportstättenbetrieb weiter geht und warum er nicht amtsmüde ist.

09.09.2015

[gallery:500-2653784141001-DNN] Dresden. Im Lichthof des Dresdner Rathauses sieht es derzeit aus wie vor einem Umzug: Etwa 500 leere Kisten und Kartons stehen über den gesamten Raum verteilt, an den Seiten mindestens ebenso viele volle Kisten auf Paletten.

09.09.2015