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Rathaussanierung kostet Dresden mindestens 100 Millionen Euro

Großbaustelle Rathaussanierung kostet Dresden mindestens 100 Millionen Euro

Wer mit der Fertigstellung von Kraftwerk Mitte und Kulturpalast das Ende der Großprojekte in Dresden verkündet, hat ein durchaus zentral gelegenes Gebäude nicht auf der Rechnung: Das Neue Rathaus am Dr.-Külz-Ring bedarf endlich einer Sanierung. Und die kostet noch einmal mindestens 100 Millionen Euro.

Das Neue Rathaus am Dr.-Külz-Ring bedarf endlich einer Sanierung.

Quelle: sl

Dresden. Wer mit der Fertigstellung von Kraftwerk Mitte und Kulturpalast das Ende der Großprojekte in Dresden verkündet, hat ein durchaus zentral gelegenes Gebäude nicht auf der Rechnung: Das Neue Rathaus am Dr.-Külz-Ring bedarf endlich einer Sanierung. Und die liegt mit mindestens 100 Millionen Euro exakt in der Preisklasse der beiden Kulturgroßbaustellen.

Der unsanierte Teil des Rathauses ist so marode, dass 158 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Büros in der vierten Etage hatten, im vergangenen Jahr evakuiert werden mussten. Bei einem Brand wären die Decken eingestürzt, hatte ein Gutachter festgestellt. Bis auf Weiteres sind die Verwaltungsmitarbeiter in einem Bürogebäude auf der Ostra-Allee untergebracht. Sie können erst nach einer grundhaften Sanierung ins Rathaus zurückkehren, ein Provisorium gibt es nicht.

Das Dresdner Rathaus muss dringend saniert werden. Erst ein bauabschnitt ist geschafft. Der Rest fehlt noch. Doch die Sanierung ist genauso notwendig wie teuer.

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Bis Ende 2016 war der damalige Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) für das Hochbauamt und damit die Rathaus-Sanierung zuständig. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) hat das Amt und damit auch das Problem übernommen. Gegenwärtig sitzen die Planer an der Entwurfsplanung, ließ der Geschäftsbereich des Baubürgermeisters mitteilen. Im zweiten Halbjahr will Schmidt-Lamontain eine Vorlage in den Stadtrat einbringen.

Wieviel die Sanierung kosten wird, werde erst nach Fertigstellung der Planungsunterlagen feststehen. Zumal der Stadtrat drei verschiedene Varianten in Auftrag gegeben hat: Sanierung in einem einzigen Bauabschnitt, in zwei oder gar in drei Abschnitten. Diese Varianten hatte auch schon Vorjohann prüfen lassen und war auf Werte zwischen 100 und 109,5 Millionen Euro gekommen – je länger gebaut wird, umso höher die Kosten.

Nun darf sich der Baubürgermeister an der Materie versuchen und muss auch überlegen, wo die rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im unsanierten Bereich arbeiten, ihre Ausweichbüros erhalten sollen. Auch die Anmietung vonBüroflächen wirkt sich auf die Sanierungskosten aus.

Bei der 2015 abgeschlossenen Sanierung des Ostflügels gab es eine böse Überraschung: 25 Millionen Euro waren ursprünglich für das Vorhaben veranschlagt worden, 36,5 Millionen Euro sind es tatsächlich geworden. Deshalb hat bereits Vorjohann die Substanz des unsanierten Teiles gründlich prüfen lassen, damit es nicht wieder ein böses Erwachen gibt.

Immerhin: Zeitdruck gibt es für die Sanierung nicht. Das Rathaus sieht zwar nicht besonders schön aus in seinem Einheitsgrau, aber die wichtigsten Auflagen der Bauaufsicht werden bald erfüllt. 1,8 Millionen Euro hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten investiert, um den Brandschutz auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben. Die Endabnahme soll Ende Juni sein, wie Schmidt-Lamontain mitteilte.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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