Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Posse um Sonntagsöffnungen in Dresden - CDU-Stadtrat fehlte bei der Abstimmung
Dresden Stadtpolitik Posse um Sonntagsöffnungen in Dresden - CDU-Stadtrat fehlte bei der Abstimmung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 09.09.2015
Jan Donhauser Quelle: PR

Diese Termine hat die Stadt zusammen mit dem City Management, dem Tourismusverband, dem Handelsverband und der Dresden Marketing GmbH erarbeitet.

Im Verwaltungsausschuss des Stadtrates ist die entsprechende Vorlage gestern erst einmal 4:5 durchgefallen. Allerdings sind die Fronten bei weitem nicht so verhärtet wie vor drei Jahren, als das Oberverwaltungsgericht die in Dresden geplanten Sonntagsöffnungen komplett gekippt hatte. Nein, in der gestrigen Ausschusssitzung wurde über das Thema nicht einmal diskutiert. Trotzdem fehlte den Befürwortern der verkaufsoffenen Sonntage aus den Reihen von CDU, FDP und Bürgerfraktion am Ende eine Stimme zur Mehrheit, weil ein CDU-Stadtrat krank war und der schulpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jan Donhauser, den Sitzungssaal kurzzeitig verlassen hatte, so dass er von der Abstimmung nichts mitbekam.

Signalwirkung sollte man dieser Posse freilich nicht andichten, schließlich dürften die Mehrheiten schon im Finanzausschuss am kommenden Montag ganz anders aussehen. Zumal es so gut wie keine Fallstricke gibt. Die Termine im Oktober und in der Vorweihnachtszeit sind analog zu den verkaufsoffenen Sonntagen in diesem Jahr. Neu wäre der 13. April, der im nächsten Jahr mit dem Palmsonntag zusammenfällt, dem Auftakt zur Karwoche. Die Stadt und die Vertreter der Wirtschaft erhoffen sich genau an diesem Wochenende in Dresden "außerordentliche Besucherströme". Denn für das Frühjahr 2014 ist eine ganze Festwoche geplant, die unter dem Motto "175 Jahre Ferneisenbahn Dresden-Leipzig" steht und zusammen mit den Tagen der Industriekultur und dem sechsten Dresdner Dampfloktreffen bis zu 100 000 Gäste aus dem In- und Ausland anlocken soll. "Das Ereignis hat eine große internationale, nationale und damit stadtweite Bedeutung", sind sich Citymanager Jürgen Wolf, DMG-Chefin Bettina Bunge, Jutta Müller vom Handelsverband und Tourismusverbandschef Michael Hupe in einem gemeinsamen Schreiben sicher.

Selbst die evangelische Landeskirche hat mit den verkaufsoffenen Sonntagen mittlerweile ihren Frieden gemacht. "Grundsätzlich betrachten wir den Sonntag natürlich immer noch als Feiertag und Tag der Arbeitsruhe. Aber wir erkennen auch, dass sich der Vorschlag der Stadtverwaltung maßvoll innerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegt", sagt Landeskirchensprecher Matthias Oelke auf DNN-Anfrage.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2013

Stephan, Christoph

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unmittelbar vor der Sommerpause hat der Stadtrat zwei gigantische Kulturprojekte endgültig auf den Weg gebracht. Was dies für Dresden bedeutet und welche Herausforderungen dennoch auf die sächsische Landeshauptstadt zukommen, darüber sprachen die DNN im Sommerinterview mit Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos).

09.09.2015

Da ist was schief gelaufen, hieß es gestern vom Kita-Eigenbetrieb. Eine Mutter hatte sich bei der Stadt beschwert, weil der Eigenbetrieb von ihr einen Nachweis der Erwerbstätigkeit forderte, damit sie einen Krippenplatz für ihren Sohn anmelden könne.

09.09.2015

"Jede dritte Alleinerziehende kann ihre Wohnung nicht richtig heizen", erklärt die Dresdner Bundestagsabgeordnete Katja Kipping (Die Linke). Grund: Die Strompreise werden immer teurer, Rechnungen können nicht mehr bezahlt werden.

Stefanie Kaune 09.09.2015
Anzeige