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Stadtpolitik Pegida-Demo: Strafanzeige gegen 18 Personen nach Zwischenfall im Sächsischen Landtag
Dresden Stadtpolitik Pegida-Demo: Strafanzeige gegen 18 Personen nach Zwischenfall im Sächsischen Landtag
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17:22 09.09.2015
Der Landtag in Sachsen. Quelle: dpa
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Sie waren am Montagabend in den Eingangsbereich des Sächsischen Landtags eingedrungen.

Zwei der Eindringlinge hätten eine Absperrung überwunden und seien bis ins Foyer gelangt, bevor Sicherheitskräfte sie zurückgedrängt hätten, teilte Rößlers Büro am Dienstag mit. Die Gruppe habe ein Transparent und Fahnen mit dem Symbol der „Identitären Bewegung“ gezeigt. Nach Angaben der Polizei wurden sämtliche Identitäten der Beteiligten festgestellt.

Bei der Pegida-Demo selbst rannten rund 150 Personen, die aus dem Hooligan-Spektrum kamen, vom Ort der Abschlusskundgebung in Richtung Stübelallee, um einer geplanten Gegendemonstration den Weg abzuschneiden. Doch die Polizei, die mit rund 1300 Beamten vor Ort war, stellte sich ihnen in den Weg. Dabei kam es zu kleineren Rangeleien.

Kerstin Köditz, (MdL, Die Linke) kritisierte die beiden Vorfälle am Dienstag. „Einige Teilnehmer der Demonstration skandierten ‚Zecken klatschen’ und wollten offenbar zu einer Gegendemonstration vordringen. Solche Szenen kannte ich bisher nur von Naziaufmärschen. Zudem versuchten Mitglieder der extrem rechten „Identitären Bewegung“, in den Sächsischen Landtag einzudringen – um ein Zeichen für „Pegida“ zu setzen, wie es heißt. Unter den „Identitären“, die vor dem Landtag Transparente aufspannten, befand sich mit Tony G. auch ein bekannter Neonazi aus Zwickau. G. ist mit André Eminger bekannt, der in München im Zusammenhang mit der NSU-Mordserie vor Gericht steht“, sagte Köditz.

Aus ihrer Sicht habe sich gezeigt, dass die „Pegida“-Organisatoren ihre Anhänger längst nicht mehr im Griff hätten. Deren angebliche Friedfertigkeit sei nur ein Mythos – das habe sich schon kurz vor Weihnachten gezeigt, als mutmaßliche „Pegida“-Anhänger brutal auf migrantische Jugendliche losgegangen waren. Laut Polizei verlief die Pegida-Demo am Montagabend friedlich. Rund 18.000 Menschen waren zu der Versammlung nach Dresden gekommen.

dbr/hh/dpa

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