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Stadtpolitik Ortsbeirat Dresden-Prohlis: „Danke, wir wollen keinen Spielplatz“
Dresden Stadtpolitik Ortsbeirat Dresden-Prohlis: „Danke, wir wollen keinen Spielplatz“
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13:00 20.10.2017
Kein neuer Spielplatz für Großluga?  Quelle: dpa
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Dresden

 Da rieben sich einige Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau am Mittwochabend verwundert die Augen: „Im Bestandsgebiet gibt es schon einen Spielplatz. Wir halten es nicht für erforderlich, für 65 neue Eigenheime einen zusätzlichen Spielplatz zu bauen. Die Grundstücke für die Häuser sind doch groß genug“, erklärte Mario Schmidt, Ortsbeirat für die CDU in Prohlis. In Großluga an der Dohnaer Straße soll ein Baugebiet entstehen, die Pläne dafür reichen bis auf das Jahr 2011 zurück.

Im Ortsbeirat Prohlis ist das Vorhaben auf Einwände gestoßen, neben der Frage des Spielplatzes stießen ein fehlender Fußweg an der Dohnaer Straße und die geplante Verkehrsführung in dem Eigenheimstandort auf Kritik bei den Ortsbeiräten. Berndt Dietze, Geschäftsführer der Dresdner Baywobau-Niederlassung, die den Eigenheimstandort entwickelt, appellierte an die Ausschussmitglieder, für die Offenlage des Bebauungsplanes zu stimmen und weitere Einzelheiten in einem städtebaulichen Vertrag zu regeln. „Ich bin auf alle Forderungen der Verwaltung eingegangen und werde auch auf weitere Forderungen eingehen, wenn nur dieses Vorhaben endlich zum Erfolg gebracht wird.“

Tilo Wirtz von den Linken hatte eine Vertagung der Thematik ins Gespräch gebracht, um die vom Ortsbeirat aufgeworfenen Fragen klären zu können. „Hier wird auf der grünen Wiese die Landschaft zersiedelt“, brachte Wirtz sein allgemeines Unbehagen dem Vorhaben gegenüber zum Ausdruck.

Lichdi wiederum erklärte, er könne überhaupt nicht nachvollziehen, wieso kein Spielplatz entstehen solle, zumal diesen der Investor bezahle. „Ich frage mich, welches Verständnis von Sozialraumentwicklung der Ortsbeirat Prohlis hat. Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand aus der Bürgerschaft kommt und sagt, er will keinen Spielplatz.“ Gunter Thiele (CDU) meinte, es sei ein Skandal, wie einige Ausschussmitglieder mit einem Investor umgehen würden. Wirtz scheiterte mit seinem Vertagungsantrag, mit sieben Stimmen bei vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen stimmte der Ausschuss für die Offenlage.

Von DNN

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