Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Oberbürgermeisterin bietet Bündnis Dresden Nazifrei Gespräche an – aber erst nach dem 13. Februar
Dresden Stadtpolitik Oberbürgermeisterin bietet Bündnis Dresden Nazifrei Gespräche an – aber erst nach dem 13. Februar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:42 09.09.2015
Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hat dem Bündnis Nazifrei offenbar direkte Gespräche angeboten - nach dem 13. Februar 2014. Quelle: Stephan Hönigschmid

Erst für die Vorbereitungen des 70. Jahrestages der alliierten Angriffe auf Dresden im Jahr 2015 habe die Rathauschefin ein Gespräch angeboten.

Das Bündnis Nazifrei hatte die Oberbürgermeisterin im November zu direkten Gesprächen eingeladen, was diese jedoch zunächst abgelehnt hatte. Nach Informationen von DNN-Online begründet Orosz dies unter anderem mit Terminproblemen durch ihren Urlaub ab Mitte Januar. Die Stadtverwaltung wollte sich gegenüber DNN-Online nicht zu dem Thema äußern, da unter den beteiligten Gesprächsparteien Stillschweigen vereinbart worden sei.

Ganz abreißen wird der Gesprächsfaden jedoch nicht. Wie in den Vorjahren ist noch im Januar ein Treffen zwischen dem Bündnis und dem neuen Moderator der AG 13. Februar, Joachim Klose, geplant. Hier soll es vor allem um eine weitere Zusammenarbeit zwischen Bündnis und AG gehen.

Das Bündnis Nazifrei hofft trotzdem, dass Orosz nach ihrem Urlaub noch einen Termin findet. Es sei nötig und wichtig, dass sich beide Seiten zusammenfinden, sagte Nazifrei-Sprecher Silvio Lang am Montag. So wolle das Bündnis mit Orosz unter anderem über die Anmeldepraxis bei Veranstaltungen rund um den 13. Februar sprechen. Zum Beispiel mache Dresden in jedem Jahr ein Geheimnis um die Demonstrationsroute der Rechtsextremen. Andere Städte seien da weiter.

Auch über das offizielle Gedenken auf dem Heidefriedhof würde man sich gerne austauschen, so Lang, ebenso wie über Ideen, wie sich die Oberbürgermeisterin selbst noch deutlicher positionieren könnte. Das alles seien Themen, die Nazifrei nicht mit der AG 13. Februar besprechen könne. Die Themen liegen allesamt im Verantwortungsbereich der Stadtverwaltung.

sl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Dresdner Stadtrat Albrecht Pallas hat am Wochenende ein Erdbeben in der sächsischen SPD ausgelöst. Grund für jede Menge Streit und Schuldzuweisungen war Pallas Kandidatur um einen aussichtsreichen Listenplatz zur Landtagswahl im Sommer.

09.09.2015

Helma Orosz: Es spricht nichts dagegen. Wir haben sehr gute Vorarbeitgeleistet. Das ist einer der Vorteile eines Doppelhaushaltes, er gibt unsüber zwei Jahre Sicherheit für unsereVorhaben.

09.09.2015

In Sachsen hat der FDP-Landesvorstand Holger Zastrow zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 31. August nominiert. Die Vertreter der Kreisverbände sprachen sich am Freitagabend in Dresden einstimmig für den 45-Jährigen aus, wie die Partei am Samstag mitteilte.

Deutsche Presse-Agentur dpa 09.09.2015