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Stadtpolitik Neue Runde für Straßenbahntrasse über Oskar- und Tiergartenstraße
Dresden Stadtpolitik Neue Runde für Straßenbahntrasse über Oskar- und Tiergartenstraße
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17:31 09.09.2015
In zwei Jahren könnten Straßenbahnen über die Oskarstraße fahren. Quelle: virtualarchitects.net
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Es berücksichtigt Kritiken, Hinweise und Vorschläge von Bürgern, die in einer ersten öffentlichen Auslegung der Unterlagen eingegangen waren. Voraussichtlich im Zeitraum Februar / März erhalten Interessierte erneut für vier Wochen Gelegenheit zur Einsichtnahme.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss durch das Regierungspräsidium soll, so die aktuelle Zeitplanung im Stadtplanungsamt, das Planfeststellungsverfahren im Herbst dieses Jahres abgeschlossen und damit Baurecht geschaffen werden. Mit der neuen Trasse für die Straßenbahnlinien 9 und 13 würde ein erster Schritt getan zur Verwirklichung der anspruchsvollen Pläne der kompletten Neuerrichtung einer Straßenbahnverbindung von Löbtau über das Nürnberger Ei und den Zelleschen Weg über den Wasaplatz bis zur Querallee am Großen Garten.

Über den aktuellen Stand der Entwurfsplanungen informierte Verkehrsplaner Uwe Schade zu Wochenbeginn den Ortsbeirat Prohlis. Kernpunkt der Baupläne ist die Zusammenführung von S-Bahn, Straßenbahn und Bussen der DVB in einer zentralen Haltestelle am Haltepunkt Strehlen. Über die richtige, großzügige Gestaltung der Haltestelle mit Überdachung und Abstellplätzen für Fahrräder werde, so Schade, gegenwärtig intensiv nachgedacht.

Sicher sei, aber dass es nur auf der Haltepunktseite getrennte Rad- und Gehwege geben werde. Auf der Gegenseite würde die durch die Brücken beschränkte Fahrbahnbreite die getrennte Führung von Geh- und Fadweg ausschließen.

Statt wie bisher über die Wasastraße zu fahren, sollen die Straßenbahnen künftig in die Oskarstraße abbiegen. Quelle: Stephan Lohse
Der Straßenabschnitt zwischen Zentralhaltestelle und Gustav-Adolf-Platz bleibt künftig der ausschließlichen Nutzung durch den ÖPNV vorbehalten. Der Kreisverkehr im Platz bleibt. Da künftig Busse den Kreis mittig durchfahren und zudem die vorhandene Fernwärmetrasse eine neue Lage unter dem Platz erhalte, müssen die Bäume in der Kreisverkehrsmitte gefällt werden. Drei Bäume werden auch in der Oskarstraße gefällt, die Straße soll aber ihren Alleecharakter behalten.

Die Haltestellen in der Lockwitzer Straße am Wasaplatz werden barrierefrei neu gestaltet. Die Bushaltestellen in Höhe der Wasa-Apotheke bleiben vorerst unverändert. Auch die denkmalgeschützte, sehr sehenswerte Eiche am Wasaplatz bleibt erhalten.

Über die Entwürfe für die Neugestaltung des Wasaplatzes wird das Stadtplanungsamt den Prohliser Ortsbeirat im März informieren. Bereits informiert wurden die Ortsbeiräte, wie die Erfordernisse der Umweltverträglichkeit in den Plänen berücksichtigt werden. So haben insgesamt 27 Häuser, vorrangig in der Tiergartenstraße gelegen, im betroffenen Areal Anspruch auf Lärmschutz. Den notwendig werdenden 50 Baumfällungen stehen ca. 100 Neupflanzungen gegenüber. Auch die Stellplatzbilanz sei positiv, betonte der Verkehrsplaner. Für die zu versiegelnden Flächen wird Ausgleich durch die Neuanlage von Grünflächen in Altstrehlen geschaffen. Nach Inbetriebnahme der neuen Straßenbahntrasse werden Gleise und Fahrleitungen aus der Wasastraße und der Franz-Liszt-Straße entfernt. Die spätestens dann fällige Sanierung beider Straßen werde aber der Haushaltslage geopfert werden.

Peter Weckbrodt

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