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Massive Bedenken gegen Globus-Markt in Dresden - Stadt peilt aber Baurecht für 2014 an

Massive Bedenken gegen Globus-Markt in Dresden - Stadt peilt aber Baurecht für 2014 an

Es ist ruhig geworden um das Vorhaben der Handelskette Globus, am ehemaligen Leipziger Bahnhof an der Leipziger Straße einen Großmarkt zu errichten. Hinter den Kulissen laufen die Planungen aber weiter: "Der Stadtrat hat der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zugestimmt.

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So stellt sich die Handelskette Globus das Areal rund um den ehemaligen Leipziger Bahnhof vor. 2015 soll Baustart sein.

Quelle: Kretschmar + Dr. Borchers

Unser Auftrag ist nun, mit der Verwaltung die Planungen zu konkretisieren", erklärt Globus-Sprecherin Uta Lipinski auf DNN-Anfrage.

Rund 50 Millionen Euro werde die Handelskette in Dresden investieren und etwa 300 Arbeitsplätze schaffen. Als Baubeginn peile der Handelsriese das Jahr 2015 an. Im Herbst sollen die konkretisierten Pläne das zweite Mal öffentlich ausgelegt werden.

Diesen Termin bestätigt Stadtsprecher Kai Schulz. In einem ersten Schritt sei die sogenannte Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange durchgeführt worden. "Auf Grundlage der eingegangenen Anregungen und Bedenken erfolgt momentan eine Fortschreibung der Planung." Derzeit würden zahlreiche Fachpläne und Gutachten erarbeitet, etwa zum Handel und Verkehr, zu Lärm-, Geruchs- und Schadstoffemissionen oder Artenschutz. "Diese Ergebnisse werden in den Entwurf eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplans einmünden." Im nächsten Schritt müsse der Entwurf nochmals öffentlich ausgelegt werden. "Das ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen", sagt der Stadtsprecher.

Was Kai Schulz nicht sagt: Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat als Träger öffentlicher Belange massive raumordnerische Bedenken an dem Globus-Vorhaben geäußert. "Mit diesem Fachmarkt werden innenstadtrelevante Sortimente in ein Gebiet gebracht, das dafür in dem Zentrenkonzept der Stadt nicht vorgesehen ist", erklärte der stellvertretende LDS-Pressesprecher Ingolf Ullrich. Nächster Kritikpunkt der Kommunalaufsicht: Die Stadt habe als Ziel eine verbrauchernahe Grundversorgung festgeschrieben. Dem laufe der Großmarkt zuwider. Der kleinteilige Einzelhandel in der Inneren und Äußeren Neustadt, aber auch in Pieschen werde beeinträchtigt.

Das Einzugsgebiet für den Globus-Markt überschneide sich mit dem des geplanten Einkaufszentrums am ehemaligen DVB-Hochhaus am Albertplatz, heißt es weiter in der LDS-Stellungnahme. Schließlich werde der Markt zusätzliche Verkehrsbelastung erzeugen, da in dem Gebiet kaum Wohnbebauung vorhanden sei und die Kunden mit dem Auto zum Einkauf kommen müssten.

Deutliche Worte, die den Globus-Markt allerdings nicht verhindern können, weil es sich um eine Stellungnahme unter vielen handelt. "Was die Stadt mit unserer Äußerung macht, muss sie selbst entscheiden", erklärte Ullrich. "Baurecht wäre nach dem Beschluss der Satzung durch den Stadtrat und einem entsprechenden Bauantrag gegeben. Dieser ist für das Jahr 2014 avisiert", sagt Kai Schulz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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