Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Lange Debatte über B-Plan für Hafencity im Bauausschuss - nun entscheidet der Stadtrat
Dresden Stadtpolitik Lange Debatte über B-Plan für Hafencity im Bauausschuss - nun entscheidet der Stadtrat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:26 09.09.2015
Am Neustädter Hafen will USD das Projekt Hafencity mit bis zu 10 Stockwerke hohen Gebäuden errichten. Quelle: Stephan Lohse
Anzeige

Zum anderen für das Grundstück an der Ecke Leipziger Straße/Erfurter Straße, wo – noch vom Freiraum Elbtal e.V. genutzt – die CG-Gruppe und DresdenBau das Wohnquartier „Marina Garden“ entwickeln möchte.

Uneinig war man sich schon bei der Frage, ob ein B-Plan in ein Überschwemmungsgebiet gehört. Thomas Löser (Bündnis90/Die Grünen) lehnte ihn für „Marina Garden“ ab: „Das Gebiet stand im vergangenen Jahr zwei Meter unter Wasser. Unter keinen Umständen werden wir die geplante Luxusbebauung unterstützen.“ Auch der CDU war der B-Plan zuviel – jedoch aus Angst, Investoren zu vergraulen: „Es sollte im Interesse der Stadt sein, dass Investoren nicht über Gebühr behindert werden“, betonte Hans-Joachim Brauns (CDU). Das vorhandene Baurecht genüge völlig. Zudem könne „Marina Garden“ mit seinem Überflutungskonzept Leuchtturmprojekt in Sachen Hochwasserschutz werden.

Bei der B-Plan-Aufstellung für das Hafencity-Areal war vor allem der Flutschutz Streitthema. Eine angedachte Hochwasserschutzlinie zieht sich im Vorentwurf an der Elbe entlang von der Marienbrücke bis zur Erfurter Straße. „Uns sind die Hochwasserrisiken hier zur groß“, so Kristin Kaufmann von den Linken. Axel Bergmann (SPD) brachte einen Änderungsantrag ein, der den Hochwasserschutz über die bauliche Entwicklung der Flächen stellt. Auch solle weniger dicht gebaut und auf Hochhäuser mit mehr als sechs Geschossen verzichtet werden. Löser forderte, die am Elberadweg als Gebietsschutz geplante Hochwasserschutzmauer weiter nördlich an der Leipziger Straße zu platzieren. Das würde Pieschen schützen, ohne das Überschwemmungsflächen verloren gingen, so der Grünen-Politiker.

Letztlich stimmten Grüne und Linke dafür, die Entscheidung an den Stadtrat zu delegieren. Somit wird sich der alte Stadtrat in der letzten Sitzung am 10. Juli mit dem Thema Hafencity befassen.

Madeleine Arndt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach seinen beleidigenden Äußerungen gegen Behinderte ist der bisherige AfD-Landesvize Thomas Hartung von seinen Ämtern als Landesvize und Pressesprecher zurückgetreten.

09.09.2015

Die Grünen-Fraktion im Dresdner Stadtrat hat eine Fortplanung der aktuellen Beschlussfassung zur Königsbrücker Straße kritisiert.

09.09.2015

Die TU Dresden hat sich in aller Deutlichkeit von den beleidigenden Äußerungen des sächsischen AfD-Vize Thomas Hartung distanziert. Hartung, der auch freier Dozent am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden ist, hatte via Facebook über den Spanier Pablo Pineda gelästert.

09.09.2015
Anzeige