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Kulturpolitiker wollen mehr Projekte in Gorbitz und Prohlis fördern

Kulturausschuss Dresden entscheidet über 127 Anträge Kulturpolitiker wollen mehr Projekte in Gorbitz und Prohlis fördern

Ja zum Christopher Street Day, Nein zum Dampfloktreffen: Die eine Veranstaltung erhält Projektmittel aus der Kulturförderung, die andere nicht. Das hat der Kulturausschuss des Stadtrats mit großer Mehrheit beschlossen.

Kulturpolitiker wollen mehr Projekte in Gorbitz und Prohlis fördern

Quelle: Archiv

Dresden. Getreu dem Motto, dass keine Vorlage der Verwaltung über die Vergabe von Geld unverändert in einem parlamentarischen Gremium beschlossen wird, hat der Kulturausschuss des Stadtrates am Dienstagabend Fördermittel in Höhe von fast 286 000 Euro für kulturelle Projekte im ersten Halbjahr 2018 vergeben. Insgesamt stehen im nächsten Jahr 466 000 Projektfördermittel zur Verfügung, wobei rund 180 000 Euro für das zweite Halbjahr vergeben werden sollen. Der Ausschuss hatte über die Förderung von 127 Projekten mit einem beantragten Volumen von rund 570 000 Euro zu entscheiden.

Nutznießer der Änderungsanträge ist unter anderem der Christopher Street Day (CSD), das Festival erhält 2000 statt 1000 Euro Förderung. „Der CSD begeht 2018 sein 25-jähriges Jubiläum und hat ein Rahmenprogramm über zwei Wochen mit Lesungen, Kabarett, Stadtführungen, Ausstellungen, Kino oder Theater“, erklärte Dana Frohwieser (SPD). „Hier sind 2000 Euro städtische Kulturförderung noch ein geringer, aber notwendiger Betrag.“

Mit 1000 Euro soll das Projekt „PlattenSpieler on Tour“ des Vereins „Querformat“ gefördert werden, der sich besonders im Stadtteil Prohlis engagiert. „Dieser Stadtteil ist wenig gesegnet mit Kulturförderung. Hier sollten entsprechende Initiativen besonders unterstützt werden“, so Frohwieser. Dass das Projekt aus Prohlis heraus in andere Stadtteile wirke, sei ein Gewinn. Der Kulturausschuss forderte die Kulturverwaltung auf, Antragsteller aus Gorbitz und Prohlis bei der Verbesserung der Anträge zu unterstützen, damit diese Stadtteile besser bei der Kulturförderung bedacht werden können.

Grünen-Kulturpolitikerin Christiane Filius-Jehne erklärte, der Ausschuss habe moderat Mittel umverteilt und so zusätzliche Projekte unter anderem im Bereich der Literatur in die Förderung aufgenommen. Linke-Stadträtin Jacqueline Muth zeigte sich fasziniert von der Vielfalt der Anträge. Auch sie betonte die Absicht, literarische Vorhaben stärker zu unterstützen.

Das Dampfloktreffen erhält allerdings keine Mittel aus der Kulturförderung. „Es handelt sich um ein wunderschönes Fest. Aber der Zusammenhang mit der Kultur erschließt sich uns nicht“, erklärte Frohweiser, warum die von der Verwaltung vorgesehenen 1000 Euro wieder gestrichen werden. Auch der Verein „Denk Mal Fort“ erhält keine Fördermittel für die Konzerte in der Kapelle des Nordfriedhofs. 600 Euro waren beantragt, der Ausschuss verwies den Verein auf den Fonds für Kleinprojekte.

Die höchste Einzelsumme erhält die Konzertreihe „Mensch und Mensch“ des Vereins KlangNetz Dresden mit 15 000 Euro. Die gleiche Summe sollte das Stadtteilhaus Äußere Neustadt für die Vorbereitung des Stadtteilfestes „Bunte Republik Neustadt“ erhalten, aber der Ausschuss zog 1000 Euro ab. „Das ist angesichts der öffentlichen Mittel, die der BRN zur Verfügung stehen, vertretbar“, erklärte Frohwieser.

Muth bedauerte, dass bei der institutionellen Förderung zu wenig Mittel zur Verfügung stünden und deshalb etliche Vereine nicht auskömmlich unterstützt werden könnten. Die Linke habe bereits für den aktuellen haushalt um eine Anhebung des Budgets gekämpft. Das werde die Fraktion auch beim bevorstehenden Haushalt tun, kündigte sie an. Der Ausschuss hatte unter anderem dem Ensemble Derevo und dem Verein TheaterRuine Mittel gestrichen oder gekürzt (DNN berichteten).

Von Thomas Baumann-Hartwig

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