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Stadtpolitik Kommunale Gelder retten Schule der Dresdner Treberhilfe
Dresden Stadtpolitik Kommunale Gelder retten Schule der Dresdner Treberhilfe
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09:43 18.05.2017
Die Mittel stammen aus dem Sozialpaket in Höhe von zwei Millionen Euro pro Jahr. Quelle: dpa
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Dresden

Der Sozialausschuss des Stadtrats hat jetzt mit großer Mehrheit die Straßenschule der Treberhilfe gerettet. Das Projekt, bei dem junge Menschen, die auf der Straße leben und oder eine Drogenvergangenheit haben, an einen Schulabschluss herangeführt werden, erhält 100.000 Euro zur Absicherung des nächsten Schuljahres. Die Mittel stammen aus dem Sozialpaket in Höhe von zwei Millionen Euro pro Jahr, das die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit mit dem Doppelhaushalt 2017/2018 beschlossen hatte.

„Wir wollen mit kommunalen Geldern das Schuljahr weiterführen und verhindern, dass das Projekt aus finanziellen Gründen abgebrochen werden muss“, erklärte Pia Barkow (Die Linke). Vincent Drews (SPD) stellte klar, dass es sich um eine Überbrückungsfinanzierung für ein Schuljahr handelt und die Treberhilfe für die Folgejahre nach alternativen Förderungen Ausschau halten müsse.

Drei Jahre lang hatte die „Aktion Mensch“ das Projekt gefördert, doch am 30. April ist die Unterstützung ausgelaufen. Dank einer privaten Initiative ist die Straßenschule noch bis Ende Juni gesichert, so dass das aktuelle Schuljahr abgeschlossen werden kann. Laut Drews hat das Projekt das Problem, dass es zwischen den Zuständigkeiten für Bildung, Soziales und Jugend hin- und hergeschoben werde und keine Förderung erhalte, weil alle Fachbereiche abwinken.

Sozialamtsleiterin Susanne Cordts erklärte denn auch im Ausschuss, dass es sich eher um ein Bildungsthema handele und sie Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) bei der Betreuung der Straßenschule in der Pflicht sehe. „Wir bekennen uns zur Straßenschule und wollen das Projekt auch betreuen, wenn wir das Geld zur Verfügung stellen“, entgegnete Tina Siebeneicher (Bündnis 90/Die Grünen).

Der Sozialausschuss hat die Unterstützung von weiteren vier Projekten beschlossen. So erhält das Alleinerziehenden Netzwerk Dresden für die Organisation eines UnternehmerInnentages speziell für Eltern 10 000 Euro. Die Interventions- und Koordinierungsstelle zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt erhält zwei zusätzliche Personalstellen, außerdem soll für das Dresdner Frauenschutzhaus eine rollstuhlgerechte Krisenwohnung angemietet werden. Für das Eltern-Kind-Büro „Rockzipfel“, das den beruflichen Wiedereinstieg junger Eltern unterstützt, fließen 60 000 Euro, mit 30 000 Euro soll eine Initiative zur Bekämpfung geschlechtsbezogener Gewalt gefördert werden.

Für weitere soziale Projekte stehen in diesem Jahr noch Mittel in Höhe von einer Million Euro aus dem Sozialpaket zur Verfügung, teilte Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) mit.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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