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Interimslösung für Teil der Verwaltung in Dresden soll 45 Millionen Euro kosten

Verwaltungsgebäude Interimslösung für Teil der Verwaltung in Dresden soll 45 Millionen Euro kosten

Den Mitarbeitern der Dresdner Stadtverwaltung steht einiges bevor: In den nächsten Jahren sind unter anderem aufgrund des maroden Zustandes in Teilen des Rathauses allerlei Umzüge fällig. Zwischenlösungen werden eine Menge Geld kosten.

Die Stadtverwaltung muss aus dem früheren Robotron-Gebäude ausziehen.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Die Übergangslösung für die Mitarbeiter der Stadt, die bislang nahe des Pirnaischen Platzes arbeiten, rechnet die Stadt mit Kosten von 45 Millionen Euro. Wie Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) in einer Vorlage für den Stadtrat mitteilt, habe die TLG als Vermieter des Bürogebäudes Grunaer Straße 2/Petersburger Straße 9 erklärt, dass ab 2019 eine Komplettsanierung des Gebäudes nötig sei. Die bislang 650 Stadtmitarbeiter müssen ausziehen.

Den Auftakt dafür bildet im 3. Quartal 2018 der Auszug der Ämter aus dem Rathaus am Külz-Ring 19, die viele Besucher haben. Im Brandfall werden Menschen, die sich im Haus nicht auskennen, zum Risiko. Unter dieser Voraussetzung erhalte der marode Teil des Rathauses noch eine Genehmigung bis 2026. Für 380 Mitarbeiter aus Jugendamt und Kita sollen Büroflächen in der Stadt angemietet werden. Die gilt aber bei Kosten und Zeitaufwand schon als problematisch, weil die Büroflächenmarkt für Objekte ab 100 Arbeitsplätze angespannt ist.

Im Gegenzug wechseln Mitarbeiter mit weniger Besucherverkehr von der Grunaer Straße (Rechtsamt, Haupt- und Personalamt, Eigenbetrieb IT) ins Rathaus. Wie mit dem Rechenzentrum des IT-Betriebs umgegangen wird, soll separat entschieden werden.

Für die übrigen 550 Mitarbeiter von der Grunaer Straße (Straßen- und Tiefbauamt, Stadtgrün, Abfallwirtschaft) sollen an der Gasanstaltstraße 10 und der Cockerwiese Bürocontainer aufgestellt werden, ab Ende Juli 2019 sollen sie nutzbar sein. Die Miete der Container und der Aufstellungsflächen veranschlagt die Stadt mit 25,6 Millionen Euro. Mit den Mietkosten für die Ausweichbüros von Jugend- und Kita-Verwaltungsmitarbeitern (14,2 Millionen) sowie Umzugs-, Planungs- und anderen Zusatzkosten summieren sich die Ausgaben der Interimslösung auf 45,2 Millionen Euro. Rund zehn Millionen Euro werden durch den Wegfall der Mietausgaben für die Grunaer Straße gedeckt. Während für die noch in diesem Jahr anfallenden Kosten von 4,7 Millionen Euro eingesparte Gelder aus nicht benötigten Investitionen in Asyl-Unterkünfte (2,3 Millionen Euro) und Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer (2,4 Millionen Euro) eingesetzt werden, muss der Rest in den Haushalten bis 2025 eingeplant werden. Dann soll das Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz fertig sein. Der Kauf der Container wäre bei der Nutzung über sechs Jahre schon ohne Entsorgungsaufwand etwas teurer als die Miete. Entscheidend für den Erfolg des Umzugskonzeptes ist laut Bürgermeister „die Einhaltung des ambitionierten Zeitplans“. Das beginnt mit dem für März angepeilten Beschluss des Stadtrates darüber.

Von Ingolf Pleil

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Nächstes Jahr hätten 1300 Verwaltungsmitarbeiter auf der Straße gestanden. Jetzt hat sich die Situation deutlich verbessert: Die Sanierung des Rathauses ist auf 2024 verschoben worden und der Auszug aus dem Robotron-Gebäude an der Grunaer Straße/ St. Petersburger Straße vom Tisch.

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