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Immer weniger Dresdner kennen ihre Bürgermeister

DNN-Barometer Immer weniger Dresdner kennen ihre Bürgermeister

Eva Jähnigen, Peter Lames und Hartmut Vorjohann – das sind die bekanntesten Fachbürgermeister im Dresdner Rathaus. Aber der Bekanntheitsgrad der Beigeordneten sinkt – genauso wie die Zufriedenheit mit ihrer Arbeit. Viele Dresdner können sich zu den Bürgermeistern kein Urteil bilden.

Der Bekanntheitsgrad der Fachbürgermeister sinkt.
 

Quelle: Eylert

Dresden. Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Lames (SPD) und Hartmut Vorjohann (CDU) – das sind die bekanntesten Beigeordneten im Dresdner Rathaus. Wobei die Reihenfolge willkürlich ist – alle drei sind mit 47 Prozent knapp der Hälfte der Dresdnerinnen und Dresdner bekannt. Das ist das Ergebnis des 102. DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 502 repräsentativ ausgewählte Einwohner befragt hat.

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Der Bekanntheitsgrad der Fachbürgermeister sinkt – die Zufriedenheit mit ihrer Arbeit auch. Im aktuellen DNN-Barometer haben wir exakte Werte erfragen lassen.

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Umweltbürgermeisterin Jähnigen und Finanzbürgermeister Lames hatten schon vor ihrem Einzug ins Rathaus im September 2015 wegen ihres politischen Engagements relativ hohe Bekanntheitswerte, die jetzt während ihrer Bürgermeistertätigkeit leicht gesunken sind. So kam Lames im Februar 2016 noch auf 51 Prozent und Jähnigen auf 53 Prozent. Der frühere Finanzbürgermeister und jetzige Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann hat sogar acht Prozentpunkte im Vergleich zum Februar 2016 verloren. Der Abstand zwischen den Fachbürgermeistern und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ist groß: Im Juli 2017 gaben 78 Prozent der Befragten an, den Namen Hilbert zu kennen.

Nur Klepsch und Schmidt-Lamontain legen zu

Im Windschatten des Spitzentrios ist der Bekanntheitsgrad von Kulturbürgermeisterin Annektrin Klepsch um sechs Prozentpunkte auf 36 Prozent gestiegen – das dürfte an Dresdens Kulturhauptstadtbewerbung und der häufigen Medienpräsenz der Fachbürgermeisterin in diesem Zusammenhang liegen. Auch hier lohnt der Blick in die Vergangenheit: Amtsvorgänger Ralf Lunau (parteilos) hatte 2013 – quasi auf dem Höhepunkt seines Schaffens – eine Quote von nur 20 Prozent.

Den größten Sprung nach vorn mit acht Prozentpunkten machte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), der nun auf 30 Prozent kommt. Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) büßte dagegen ein, ihr Name ist nur 22 Prozent der Befragten geläufig. Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) kommt als dienstältester Beigeordneter auf einen Wert von 32 Prozent.

Die Meinungsforscher der TU haben die Dresdnerinnen und Dresdner auch befragt, wie zufrieden sie mit der Arbeit der jeweiligen Beigeordneten sind. Wobei nur diejenigen um Auskunft gebeten wurden, die die Namen der Fachbürgermeisterinnen und -bürgermeister kannten. Dabei erzielte Kulturbürgermeisterin Klepsch mit 41 Prozent „eher zufrieden“ den besten Wert, acht Prozent gaben „eher unzufrieden“ an und 51 Prozent „weiß nicht“.

Höchste Zufriedenheit bei Sozialbürgermeisterin

38 Prozent zeigten sich mit der Arbeit von Sozialbürgermeisterin Kaufmann eher zufrieden (12 % eher unzufrieden, 51 % weiß nicht), auf 28 Prozent kommen Bildungsbürgermeister Vorjohann (16 % und 56 %), Ordnungsbürgermeister Sittel (12 % und 60 %), Finanzbürgermeister Lames (8 % und 64 %) sowie Umweltbürgermeisterin Jähnigen (13 % und 59 %). Baubürgermeister Schmidt-Lamontain liegt mit 25 Prozent „eher zufrieden“ am Ende des Rankings, bei ihm zeigten sich 18 Prozent eher unzufrieden und 57 Prozent konnten sich kein Urteil bilden.

Im November 2012 waren noch 48 Prozent der Befragten mit dem Ordnungsbürgermeister eher zufrieden, dem damaligen Finanzbürgermeister Vorjohann stellten im Februar 2016 ebenfalls 48 Prozent gute Noten aus. Sechs Beigeordnete haben bei der Zufriedenheit der Bürger eingebüßt, die Sozialbürgermeisterin konnte dagegen im Vergleich zum Februar 2016 um drei Prozentpunkte zulegen. Am meisten büßten nach Sittel und Vorjohann die Umweltbürgermeisterin mit 17 Prozentpunkten, der Baubürgermeister mit 16 Prozentpunkten und der Finanzbürgermeister mit 15 Prozentpunkten ein, während die Kulturbürgermeisterin nur drei Prozentpunkte verloren hat.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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