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Stadtpolitik Hintergrund: Weiße Rose zum Dresdner Gedenken
Dresden Stadtpolitik Hintergrund: Weiße Rose zum Dresdner Gedenken
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23:32 09.09.2015
In Dresden ist die weiße Rose zum Symbol des Widerstandes gegen die Neonaziaufmärsche geworden. Quelle: dpa

Die Kunstblumen wurden 2005 erstmals als Symbol des Gedenkens an Jacken und Mänteln getragen.

Die weiße Rose steht auch in Anlehnung an die gleichnamige Münchner Widerstandsgruppe der Nazizeit als Zeichen für die Überwindung von Krieg, Rassismus und Gewalt. Die Mitglieder der Gruppe verfassten, druckten und verteilten 1942/43 unter Lebensgefahr insgesamt sechs Flugblätter, in denen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen wurde. Beim Verteilen der letzten Flugblätter wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 von der Gestapo verhaftet, zum Tode verurteilt und vier Tage später hingerichtet.

Initiiert wurde die weiße Rose von der Interessengemeinschaft „13. Februar“ in Dresden. Grundlage war das persönliche Erlebnis eines ihrer Mitglieder. Die Dresdnerin hatte nach den Bombenangriffen 1945 zwei Porzellanteller gefunden, auf denen ursprünglich rote und weiße Rosen gemalt waren. Die rote Blume war schwarz verbrannt, die weiße hatte wie durch ein Wunder das Feuer unbeschadet überstanden. 2001 verschenkte die alte Dame einen der Teller bei einem Treffen mit Überlebenden aus der spanischen Stadt Guernica, die 1937 von der deutschen Luftwaffe zerstört wurde.

dpa

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