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Stadtpolitik Hansastraße soll am Bahnhof Dresden-Neustadt 2020 saniert werden
Dresden Stadtpolitik Hansastraße soll am Bahnhof Dresden-Neustadt 2020 saniert werden
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13:27 06.03.2018
Für die täglich 36 340 Autofahrer, die unter den Gleisen des Neustädter Bahnhofs durchfahren, soll sich durch die Sanierung wenig ändern: Es bleibt bei vier Fahrspuren, die teils über die Straßenbahngleise führen.  Quelle: Anja Schneider
Dresden

 Ein Nadelöhr wird saniert: Stadt und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) planen die Erneuerung der Hansastraße unter der Eisenbahnüberführung am Bahnhof Neustadt. Die Bauarbeiten sollen nach derzeitigem Planungsstand 2020 erledigt werden, wie aus einer Vorlage der Stadtverwaltung hervorgeht, die der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften noch beschließen muss.

Treibende Kraft sind demnach die Verkehrsbetriebe, die auf dem 160 Meter langem Abschnitt zwischen Antonstraße und Eisenbahnstraße Gleise und Oberleitung erneuern wollen. Dabei sollen auch die Gleise für einen Achsabstand von drei Metern verlagert werden, so dass dort später die neuen breiteren Stadtbahnwagen fahren können. Für die Weiterführung der Straßenbahntrasse auf der Großenhainer Straße zwischen Conradstraße und Fritz-Reuter-Straße ist das seit Sommer 2016 schon beschlossene Sache.

Doch auch die Stadt muss wegen des schlechten Zustands der Straße bauen. Dazu wurden zwar im Zuge der Planfeststellung für den Ausbau der Antonstraße schon Pläne gemacht, diese seien aber inzwischen 13 Jahre alt und damit veraltet, heißt es aus dem Rathaus. Damit ist insbesondere der bisher vorgesehene gemeinsame Geh- und Radweg gemeint, der in einen zwei bis 2,50 Meter (Bahnhofseite) breiten Fußweg und einen davon getrennten, 1,60 Meter breiten Radstreifen auf beiden Seiten umgeplant wird.

Außerdem sollen Autofahrer im Zuge der Umbauten die Möglichkeit erhalten, von der Eisenbahnstraße nach links in die Hansastraße einzubiegen. Für diesen Verkehrsstrom haben die Planer 400 Fahrzeuge am Tag berechnet, 720 falls die derzeit diskutierte Globus-Ansiedlung auf dem benachbarten Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs verwirklicht wird. Zum Vergleich: Derzeit fahren unter der Eisenbahnunterführung laut einer fünf Jahre alten Zählung 36 340 Autos am Tag hindurch. Der Schwerlastanteil liegt bei vier Prozent. Laut Prognose für das Jahr 2030 sollen es einmal 30 000 Autos am Tag mit einem Schwerlastanteil von sechs Prozent sein.

Vor allem drei Dinge sind – die Zustimmung der Stadträte vorausgesetzt – noch zu erledigen, bevor gebaut werden kann: Die neue Planung muss in den bestehenden Planfeststellungsbeschluss eingearbeitet werden. Dafür will die Stadt eine sogenannte Tektur bei der Landesdirektion Sachsen beantragen.

Außerdem muss die Finanzierung des etwa 850 000 Euro teuren Vorhabens geklärt werden. Nach derzeitiger Schätzung entfallen davon rund 340 000 auf Gleisbau und die Oberleitungsmodernisierung. Die Stadt rechnet mit einem eigenen Kostenanteil von etwa 470 000 Euro, für den man sich „zum gegebenen Zeitpunkt“ um Fördermittel bemühen will. Und dann wird noch ein richtiger Knackpunkt zu klären sein: Die Verkehrsführung, wenn wegen der Bauarbeiten Sperrungen im Nadelöhr nötig werden.

Von Uwe Hofmann

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