Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Hafencity: Stadt will Veränderungssperre um weiteres Jahr verlängern
Dresden Stadtpolitik Hafencity: Stadt will Veränderungssperre um weiteres Jahr verlängern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:27 09.09.2015
Investor USD plant den Bau der sogeannten "Hafencity". Quelle: Stephan Lohse
Anzeige

Die Stadt will damit verhindern, dass auf den Grundstücken im betreffenden Areal Veränderungen vorgenommen werden, die „den Zielen der Stadtentwicklung zuwider laufen“.

Auf dem Gebiet zwischen Neustädter Hafen, Arzneimittelhersteller Menarini, Leipziger Straße und Citybeach planen die Stadt Dresden und die USD Immobilien GmbH ein neues Stadtviertel vorwiegend mit hochwertigen Wohnungen. Dieses Bauprojekt führte zu heftigen Diskussionen. Aufgrund des massiven Druckes aus der Bevölkerung wurde die Auslegung des Vorentwurfes des Bebauungsplanes verlängert. Am Ende gingen über 200 Zuschriften mit Kritiken, Anregungen und Änderungswünschen bei der Stadtplanung ein. Nun gilt es, „private und öffentliche Belange zu ermitteln und gerecht unter- und gegeneinander abzuwägen. Dies ist bis zum 20. März 2014 (bis dahin gilt die erste Verlängerung der Veränderungssperre, die Red.) nicht zu bewerkstelligen“, so die Stadt. Deshalb eine Veränderungssperre für ein weiteres Jahr.

Wann mit einer Entscheidung der Verwaltung zu rechnen ist, ob das Verfahren zur Erstellung eines B-Planes für die Hafencity überhaupt weitergeführt wird, darauf gab es noch keine Antwort von der Stadt. „Für die Fortsetzung des Bauleitplanverfahrens ist entscheidend, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine Planung gegeben sind“, hieß es auf Anfrage der DNN.

Auch die Auswertung des Junihochwassers 2013 durch die Umweltbehörden ist laut der Stadt noch nicht abgeschlossen. Interessant ist jedoch folgende Aussage, die sich in der Begründung der Vorlage findet, die im Ortsbeirat Neustadt auf der Tagesordnung steht: „Das aktuelle Hochwasserereignis 2013 hat [...] zu erheblich höheren Wasserständen in dem Stadtteil geführt als nach den Erfahrungen vom Augusthochwasser 2002 von Fachbehörden vorherberechnet. Damit ergeben sich andere Tatbestände und Handlungsvorgaben für künftige Hochwasser-Ereignisse, die im Hinblick auf die beabsichtigte bauliche Nutzung der Bauflächen einer vertiefenden Betrachtung bedürfen."

Catrin Steinbach

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rico Gebhardt bleibt Vorsitzender der Linken in Sachsen. Der 50-Jährige wurde am Samstag von einem Parteitag in Dresden mit 69,4 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

09.09.2015

Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt räumt kleinen Parteien wie den Piraten oder Freien Wählern zur Bundestagswahl keinerlei Chancen ein. „Bei den Piraten scheint der Honeymoon ohnehin vorbei.

09.09.2015

Während der Kulturpalast bis 2017 mit Millionenaufwand saniert wird, fehlt für die Flächen rund um das Gebäude das Geld. Rund 2,3 Millionen Euro sind für die Gestaltung des Vorplatzes und der Nebenflächen erforderlich, doch die Stadt hat dafür keine Mittel in den Doppelhaushalt 2013/14 eingestellt.

09.09.2015
Anzeige