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Stadtpolitik Landesgelder lassen auf Sanierung Dresdner Gymnasien hoffen
Dresden Stadtpolitik Landesgelder lassen auf Sanierung Dresdner Gymnasien hoffen
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06:35 11.10.2018
Symbolfoto. Quelle: dpa
Dresden

Ein schier endlose Geschichte könnte nun doch zum Abschluss kommen: Die Sanierung des Gymnasiums Klotzsche rückt in greifbare Nähe. Dazu will die Stadt jetzt die Gelder aus einem Förderprogramm des Landes nutzen.

178 Millionen Euro entfallen aus einem 3,5-Milliarden-Paket des Bundes auf den Freistaat Sachsen, zehn Prozent legt das Land für Baukostensteigerungen drauf und von den insgesamt 195 Millionen Euro stehen 27,7 Millionen Euro der Landeshauptstadt zu. Für Leipzig sind es 25,9 Millionen und Chemnitz erhält 12,3 Millionen Euro.

Dresden will das Geld in die Sanierung des Gymnasiums Klotzsche stecken und in die Instandsetzung des Hauses B am Dreikönig-Gymnasium. Während Chemnitz 22 Projekte plant und Leipzig immerhin fünf, beschränkt sich Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann bei seinen Plänen auf zwei Vorhaben. „Das liegt daran, dass es sehr große Projekte sind“, erklärte er gegenüber DNN. 2017, nach Bekanntwerden des Bundesprogramms, sei Klotzsche ins Visier genommen worden. Damals – Direktor Frank Haubitz war noch lange nicht Kurzzeit-Minister der schwarz-roten Landesregierung – standen nur die Planungskosten für die dringend nötige Sanierung im Haushalt der Stadt. „Das Projekt war nicht ausfinanziert“, erläutert Vorjohann, warum die Gelder des Bundes wie gerufen kamen.

Die Gesamtkosten für beide Schulbauprojekte belaufen sich auf insgesamt rund 40,3 Millionen Euro – rund 34,4 Millionen Euro für das Gymnasium in Klotzsche und rund 5,9 Millionen Euro für das Haus B am Gymnasium Dreikönigschule. Davon sollen rund 15,4 Millionen Euro aus städtischen Mitteln finanziert werden. Die Wahl fiel unter anderem auf die beide Projekte, weil sie über den zur Antragstellung erforderlichen Planungsstand verfügen und innerhalb der Projektlaufzeit umsetzbar sind.

Förderliste

Die Landeshauptstadt hat die Sanierung des Gymnasiums Klotzsche (21,6 Millionen Euro Fördermittel) und das Haus B am Gymnasium Dreikönigschule (3,2 Millionen Euro Förderung) beim Land angemeldet. Als Nachrücker stehen die Schule zur Lernförderung A.S. Makarenko (Brandschutz) mit 1,26 Millionen Euro Fördermittelbedarf, die Schule zur Lernförderung Albert Schweitzer (Ersatzneubau Turnhalle, 3,4 Millionen Euro Fördermittel), die 51. Grundschule An den Platanen (Turnhalle mit 4,4 Millionen Euro), die 92. Grundschule An der Aue (Sanierung Schulgebäude, 4,4 Millionen Euro), die 102. Grundschule Johanna (Neubau Sporthalle, 2,3 Millionen Euro) und die 76. Oberschule (Gesamtsanierung, 9,4 Millionen Euro) auf der Liste. Sollte Klotzsche als Ersatzneubau keine Gelder erhalten. Würden die für die Nachrücker geplanten Gelder für das Gymnasium verwendet und die Gelder des Landes für die Nachrücker-Projekte.

Bis Ende 2022 müssen die Arbeiten und bis Ende 2023 die Abrechnung abgeschlossen sein. „Zudem sind beide Projekte zwingend umzusetzen, können also nicht wegen ausstehender Zuwendungsbescheide zeitlich verschoben werden“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Letztlich sei es das Ziel gewesen, „das Förderbudget mit möglichst wenigen, großvolumigen Vorhaben zu untersetzen“.

Die Arbeiten am Gymnasium Dreikönigschule sind bereits im vollen Gange. Den Anfang bildete die Sanierung des Haus C begann im August 2016. Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme ist für August 2020 visiert. Der Baustart in Klotzsche ist für Sommer 2019 vorgesehen. Im ersten Schritt wird dabei das alte DDR-Gebäude abgerissen. Zum Schuljahresbeginn 2022/2023 soll der Unterricht im Neubau starten.

Zwei Klippen gibt es aber doch noch. Am Auslagerungsstandort – dem Schulcampus Pieschen – herrscht bekanntlich seit längerer Zeit Bauverzug. „Dort wird aber von allen mächtig geackert, damit der Bau rechtzeitig fertig wird“, erklärt Vorjohann. Zum anderen muss er beim Antrag für die Fördergelder bei der Aufbaubank nachweisen, dass der Neubau in Klotzsche wirtschaftlicher ist als eine Sanierung. Sollte dies nicht gelingen, gibt es kein Geld. Doch auch darauf sei die Stadt vorbereitet. Dann kommen die Nachrücker auf der Liste zum Zug, die die Stadt dem Land vorgelegt hat. Da stehen Projekte drauf, die bislang ausschließlich aus städtischen Geldern finanziert werden sollen. Diese Mittel würden dann die Finanzierung für das Gymnasium Klotzsche sichern, erklärte Vorjohann den vorsorglich vorbereiteten Ringtausch.

Von Ingolf Pleil

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