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Stadtpolitik Grundstücke bringen Dresden mehr Geld als gedacht
Dresden Stadtpolitik Grundstücke bringen Dresden mehr Geld als gedacht
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11:35 08.03.2017
Die Landeshauptstadt Dresden hat im vergangenen Jahr Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in Höhe von rund 16,7 Millionen Euro erzielt. Quelle: Archiv
Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden hat im vergangenen Jahr Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in Höhe von rund 16,7 Millionen Euro erzielt. Das teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf Anfrage des Linke-Finanzpolitikers Tilo Kießling mit. In dieser Summe sind nur die Verkäufe erfasst, bei denen der Kaufpreis von den Käufern eingezahlt wurde. Etwa 6,2 Millionen Euro betreffen Verkäufe, die im vergangenen Jahr notariell beurkundet und bezahlt wurden. Rund 10,5 Millionen Euro flossen aus in Vorjahren getätigten Grundstücksgeschäften.

Insgesamt hat die Stadt im vergangenen Jahr Grundstücksverkäufe mit einem Wertumfang von ungefähr 16,5 Millionen Euro abgeschlossen. Da in den meisten Fällen der Kaufpreis aber erst nach Erteilung der Baugenehmigung fällig wird, haben etliche Käufer noch kein Geld an die Stadtkasse überwiesen. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit hatte 13,5 Millionen Euro Einnahmen aus Grundstücksverkäufen für 2016 im Haushalt festgeschrieben. Wenn alle Kaufpreise gezahlt werden, liegt die Stadt mit drei Millionen Euro im Plus. Für dieses Jahr sind 8,2 Millionen Euro Einnahmen geplant und für 2018 nur noch 5,8 Millionen Euro. Zwischen 2010 und 2013 hat die Stadt bei 388 Grundstücksverkäufen 38,5 Millionen Euro Erlöse erzielt.

Größter Einzelposten im vergangenen Jahr waren 6,5 Millionen Euro, die der Investor Revitalis Real Etate AG für das MK 4 am Altmarkt zahlen will. Der Hamburger Projektentwickler wird neben der Kreuzkirche Wohnungen und Gewerbefläche errichten. Die Bauvorbereitungen haben bereits begonnen, der Kaufpreis dürfte dieses Jahr in die Stadtkasse fließen und als Einnahme für 2016 verbucht werden.

Mehr als 1,7 Millionen Euro sind im Mai 2016 für ein Grundstück an der Friedrich-Wolf-Straße auf dem Konto der Stadt eingegangen, auch hier sollen Wohnungen entstehen, die der Dresdner Investor USD errichten wird. Der kleinste Betrag für einen Grundstücksverkauf waren im vergangenen Jahr 90 Euro, die für eine winzige Teilfläche in Trachau gezahlt werden mussten.

Das meiste Geld für Grundstücksgeschäfte aus den Vorjahren floss für zwei Quartiere am Neumarkt in die Stadtkasse: Die Baywobau zahlte rund 5,7 Millionen Euro für das Quartier VII/1 unmittelbar neben dem Kulturpalast. Für den Verkauf von Quartier III/2, den der Freistaat Sachsen als Haupteigentümer der Fläche gemanagt hatte, erhielt die Stadt für ihren Grundstücksanteil rund 2,3 Millionen Euro. Beide Verkäufe waren 2015 beurkundet worden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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