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Grüne im Stadtrat wollen öffentliche Diskussion über Kritik am Skiweltcup

Umweltpolitik Grüne im Stadtrat wollen öffentliche Diskussion über Kritik am Skiweltcup

Der Skiweltcup hat Mitte Januar für ein stimmungsvolles Wochenende am Königsufer in Dresden gesorgt. Doch es gab auch kritische Stimmen, die die Veranstaltung aus ökologischen Gründen ablehnten.

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Quelle: Archiv/Anja Schneider

Dresden. Die Grünen im Stadtrat wollen eine öffentliche Debatte über den Skiweltcup in Dresden. Das hat die Fraktion bei einer Klausur beschlossen, bestätigte Fraktionschef Thomas Löser auf DNN-Anfrage. Die Veranstaltung, an der unter anderem Vertreter von Umweltverbänden, des Weltcup-Veranstalters und die Bevölkerung beteiligt werden sollen, könnte Ende März oder Anfang April stattfinden.

Ausgangspunkt der Debatte werde die Umweltbilanz sein, die der Weltcup-Veranstalter vorlegen soll. Bei der öffentlichen Diskussionsrunde soll dann „Pro und Contra“ abgewogen werden. Die Grünen wollen damit auf „vielfach geäußerte Kritik an der Veranstaltung des Skiweltcups in Dresden“ reagieren und im Ergebnis der Debatte über ihre Haltung zur weiteren Förderung des Skiweltcups entscheiden, erklärte Löser.

Für den Weltcup waren mehrere tausend Kubikmeter Schnee maschinell am Dresdner Flughafen hergestellt worden. Teilweise wurde Schnee auch aus Oberwiesenthal für die Veranstaltung nach Dresden gefahren. Am Elbufer zwischen Carolabrücke und Japanischem Palais war damit eine 1,2 Kilometer lange Wettkampfstrecke präpariert worden. Insgesamt kalkulieren die Veranstalter mit einem Etat von 1,2 Millionen Euro für das Weltcup-Ereignis, zu dem auch Möglichkeiten für den Schulsport in der Woche nach dem Wettkampfwochenende gehörten. Jeweils 300000 Euro der Ausgaben steuerten das Land und die Stadt bei, die übrigen Gelder wollten die Veranstalter durch Sponsoren und Werbung einspielen. Die Stadt spricht von einem hohen Werbeeffekt.

Im kommenden Jahr soll der Weltcup wieder in Dresden stattfinden, auch dafür ist im gleichen Umfang der Einsatz von Steuergeldern im Gespräch. Am Rande der Veranstaltung hatte es kleinere Demonstrationen gegen den „ökologischen Unsinn“ gegeben.

Die Fraktion verständigt sich in der Klausur zudem darauf, die Bürgerbeteiligung und die Direktwahl der Ortsbeiräte und Ortschaftsräte weiter aktiv voranzubringen und mit den Partnern in der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit abstimmen. „Für uns ist es wichtig, dass diese zentralen demokratischen Themen nun endlich in den Stadtrat kommen, damit wir die Direktwahl der Ortschaftsräte zur nächsten Kommunalwahl 2019 und die bessere Beteiligung der Bürger in einer Bürgerbeteiligungssatzung beschließen können.“

Die Grünen kritisierten zudem, dass die Pläne der rot-grün-roten Stadtratskooperation, in Dresden wieder in den kommunalen Wohnungsbau einzusteigen um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen „zu langsam“ vorankommen. Die Fraktion will dazu in Kürze konkrete Vorschläge machen, kündigte Löser an.

Von Ingolf Pleil

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