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Stadtpolitik Grüne: „Gleiches Recht für Hafencity und Dynamo Dresden“
Dresden Stadtpolitik Grüne: „Gleiches Recht für Hafencity und Dynamo Dresden“
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12:13 26.01.2017
Außengelände und im Überflutungsgebiet: Hier soll das neue Trainingszentrum für Dynamo Dresden entstehen.  Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

 Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen will am Donnerstag im Stadtrat die Verwaltung fragen, wie eine rechtssichere Baugenehmigung für das Trainingszentrum von Dynamo Dresden im Ostragehege erreicht werden soll. „Wir befinden uns im Außengelände und im Überflutungsgebiet. Trotzdem soll eine Ausnahmegenehmigung nach Paragraf 35 Absatz 2 Baugesetzbuch erteilt werden“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Thomas Löser.

Die Grünen würden die Pläne des Vereins für ein neues Trainingszentrum begrüßen. „Wir wollen, dass der Verein seine Trainingsplätze im Großen Garten aufgibt und etwas Neues errichtet“, stellte Löser klar. „Aber dieser Neubau muss auf einem sicheren Fundament stehen.“ Es sei niemandem damit geholfen, wenn bei Hochwasser das Trainingsgelände und das Funktionsgebäude des Zweitligisten regelmäßig unter Wasser stehen würden. Fragen wie Hochwasser- und Umweltschutz könnten aus Sicht der Grünen nur in einem Bebauungsplan-Verfahren geklärt werden.

Mit Blick auf das Bauvorhaben „Hafencity“ auf der anderen Elbseite erklärte Löser, dort würden sehr hohe Anforderungen an den Hochwasserschutz gestellt. „Der gleiche Maßstab muss auch für das Ostragehege gelten“, forderte er. Verwaltungshandeln müsse stringent und nachvollziehbar sein. Das wäre aus Sicht der Grünen nicht gegeben, wenn für Dynamo Dresden eine einfache Baugenehmigung erteilt würde. Mit dem verkürzten Verfahren könne zwar Zeit gewonnen werden. Diese könnte aber schnell verloren gehen, wenn sich ein Gericht mit dem Vorhaben befassen müsste, erklärte der Fraktionsvorsitzende. Im Einzelnen wollen die Grünen wissen, ob die Verwaltung die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens geprüft hat und welche weiteren Schritte jetzt für die Erlangung der Baugenehmigung geplant seien.

Das städtische Umweltamt hatte in einem Schreiben mehrere Gründe vorgetragen, warum die Baugenehmigung versagt werden müsse. Der Bauherr, die städtische Tochter DGI, hat jetzt die Möglichkeit, zu den Bedenken Stellung zu nehmen. Das Trainingsgelände soll im Herbst 2019 eingeweiht werden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat die Verantwortung für das Vorhaben innerhalb der Verwaltung nach DNN-Informationen an Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) übertragen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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