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Stadtpolitik Großdemonstration für und von Flüchtlingen in Dresden geplant
Dresden Stadtpolitik Großdemonstration für und von Flüchtlingen in Dresden geplant
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23:34 09.09.2015
Großdemo in Dresden geplant: Asylsuchende wollen sich für eine Stärkung ihrer Rechte einsetzen. (Symbolbild) Quelle: DNNOnline
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Zu den Organisatoren gehören ein breites Bündnis von Flüchtlingsorganisationen, die Dresdner Bündnisse „Dresden für alle“ und „Dresden Nazifrei“, sowie zahlreiche Vereine, Parteien und Gewerkschaften. Noch Anfang Februar hatten die Veranstalter mit mehr als 10.000 Teilnehmern geplant.  

„Wir wollen kein Zahlenspiel mit Bezug auf die Demogröße betreiben. Viel wichtiger sind die Inhalte und Botschaften, die wir transportieren werden“, sagte Eric Hattke, Sprecher des Bündnisses „Dresden für alle“, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der Organisatoren. Weil in Dresden der Rassismus aufgrund der Pegida-Bewegung offen auf der Straße präsent sei, ist die sächsische Landeshauptstadt bewusst als Versammlungsort ausgesucht worden. „Bislang haben sich Teilnehmer aus Berlin, Leipzig, Dortmund und vielen weiteren Städten in Deutschland angemeldet“, so Hattke.  

Eine Sprecherin der Flüchtlingsinitiative „Asylum Seekers Movement“ verdeutlichte die Probleme von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Sachsen. „Wir können zunächst nicht arbeiten, dürfen uns nicht frei bewegen und Sprachkurse, die für die Kommunikation entscheidend sind, stehen nur Menschen bis zum Alter von 27 Jahren zu.“ Viele Asylsuchende fühlten sich als Menschen zweiter Klasse, die bei Behörden, in der Öffentlichkeit oder in den Wohnheimen häufig ungerecht behandelt würden.  

Hattke verdeutlichte das Anliegen der Demo aus Sicht von „Dresden für alle“: „Die Frage ist, wie wir mit Menschen umgehen, die hierher kommen und die Schutz bedürfen. Wie begegnen wir ihnen – auf Augenhöhe oder mit Vorurteilen?“ Die Anhänger der Initiative „Remembering Khaled“ sehen die Demo als Schritt zur Stärkung ihrer eigenen Rechte. „Wir betrachten es als große Chance, hier demonstrieren zu dürfen. In vielen Ländern der Asylsuchenden ist dieses Recht auf freie Meinungsfreiheit nicht verbrieft“, so Amanuel, Sprecher der Initiative. Die betroffenen Asylsuchenden hätten kaum eine Möglichkeit, ein negatives Bild zu korrigieren.  Als Zeichen dagegen mobilisieren sie jetzt für die Demo in Dresden und setzen sich für bessere Rechts- und Lebensbedingungen ein.    

Die Demonstration startet am 28. Februar um 14.30 Uhr auf dem Theaterplatz mit einer Auftaktkundgebung. Danach folgt ein Rundgang über den Carolaplatz zum Postplatz und zurück zum Theaterplatz. Hier soll die Abschlusskundgebung von 17 Uhr bis 18 Uhr gehalten werden.

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dbr

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