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Stadtpolitik Gegenwind für Straßenbahn durch Striesen
Dresden Stadtpolitik Gegenwind für Straßenbahn durch Striesen
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14:43 08.03.2019
(Symbolfoto) Der Stadtbezirksbeirat Blasewitz hat den Bau einer Straßenbahnlinie durch Striesen abgelehnt. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Der Stadtbezirksbeirat Blasewitz hat den Bau einer StraßenbahnlinieStrehlen – Striesen – Blasewitz“ mit knapper Mehrheit von zehn gegen neun Stimmen abgelehnt. Die Mehrheit der Stadtbezirksbeiräte stimmte für einen Antrag der Bürgerfraktion, der die Vorplanungen der Verwaltung für die Straßenbahnlinie stoppen soll.

Christian Bösl, Vorsitzender der Bürgerfraktion, erläuterte am Mittwochabend den Stadtbezirksbeiräten die Intention des Antrags: Für eine Straßenbahnlinie durch die mit Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen geschützten Quartiere gebe es keinen Bedarf. Eine Stadtbahnlinie könne den Anwohnern nicht zugemutet werden, diese sei nicht mit dem Quartierscharakter von Striesen und Blasewitz zu vereinbaren.

Für Stadtbezirksbeirat Sebastian Kieslich (CDU) zählt auch das Argument nicht, dass vor 100 Jahren die Straßenbahn durch Striesen und Blasewitz gefahren ist. „Damals sahen die Straßenbahnen und die technischen Anlagen anders aus. Außerdem haben wir eine funktionierende Buslinie.“

Der Stadtbezirksbeirat stimmte auch dem zweiten Punkt des Antrags zu und lehnte eine Buslinie über die gesamte Länge oder Teile der Augsburger Straße ab – mit Ausnahme des Abschnitts zwischen Ermelstraße und Dornblüthstraße, die von der Linie 61 genutzt wird. Die Fahrbahn der Augsburger Straße sei sehr schmal, eine neue Buslinie würde zu massiven Eingriffen in den Parkraum und Grundstücke Dritter führen, so Bösl.

„Wir wollen eine schnelle Sanierung der Augsburger Straße. Die Mittel sind vorhanden“, erklärte Kieslich. Die Verwaltung müsse aber Klarheit für die Planung haben – die sei nun mit der Ablehnung einer Buslinie gegeben. SPD-Stadtvorsitzender Richard Kaniewski kritisierte den Antrag der Bürgerfraktion. „Mit Denk- und Planungsverboten löst man keine Probleme in einer wachsenden Stadt.“ Die SPD stehe dazu, die planerischen Voraussetzungen zur stadtteilverträglichen Fortführung einer neuen Linie von Strehlen in Richtung Striesen und Blasewitz zu schaffen.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau wurde die Debatte über den Antrag der Bürgerfraktion vertragt. Damit kann sich der Stadtrat nicht wie geplant auf seiner Sitzung am 21. März mit der Thematik befassen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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