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"Für vier Millionen entschuldigen?" - FDP-Fraktionschef Holger Zastrow zum Streit um die Albertbrücke

"Für vier Millionen entschuldigen?" - FDP-Fraktionschef Holger Zastrow zum Streit um die Albertbrücke

Die FDP-Stadtratsfraktion kämpft seit zwei Jahren unverdrossen darum, dass die Albertbrücke während der Sanierung für Straßenbahnen und Autos geöffnet bleibt.

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Holger Zastrow

Quelle: FDP Sachsen

Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow erklärt im DNN-Gespräch, warum er an dieser Variante festhält.

Frage: Wenn sich die Sanierung der Albertbrücke verschiebt, stürzt sie ein, habe ich gehört. Warum wollen Sie die Brücke zum Einsturz bringen?

Holger Zastrow: Das höre ich seit 2009. Die Brücke stürzt nicht ein. Wenn es so wäre, müsste sie sofort voll gesperrt werden. Eigentlich sollte die Brücke laut Straßen- und Tiefbauamt schon 2011 saniert werden. Warum ist das nicht erfolgt?

Weil Sie die fachlich beste Variante verhindern wollen, sagen Ihre Gegner.

Die fachlich beste, weil preiswerteste und schnellste Variante wäre doch eine Vollsperrung für alle Verkehrsteilnehmer. Das liegt aber nicht auf dem Tisch. Sondern ein Bauablauf, der einen einzigen Verkehrsteilnehmer bevorzugt: die Straßenbahn. Diejenigen, die die Brücke am meisten nutzen, bleiben ausgesperrt: die Autofahrer.

Die können ja über die Waldschlößchenbrücke fahren. Die Straßenbahn nicht.

Die Waldschlößchenbrücke wurde nicht dafür gebaut, eine Vollsperrung der Albertbrücke zu rechtfertigen. Was bedeutet eine Vollsperrung? Riesige Staus und Schleichverkehr in der Johannstadt, Radeberger Vorstadt, Neustadt. Schleichverkehr wird sonst bei jedem Bauvorhaben thematisiert.

Ihre Variante kommt den Steuerzahler teuer zu stehen, weil sie am meisten Geld verschlingt.

Wissen Sie, ich will so viel wie möglich für meine Stadt herausholen. Dresden kann mindestens vier Millionen Euro Eigenmittel sparen, wenn die Brücke für Autos und Straßenbahnen geöffnet bleibt. Muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich die Interessen meiner Stadt im Blick habe? Es geht darum, ob Fördermittel in Dresden oder anderswo ausgegeben werden. Vier Millionen zusätzlich, um Schlaglöcher in Dresden zu flicken - ich weiß nicht, was man noch will.

Eine Mehrheit im Stadtrat will die Variante mit Vollsperrung.

Aus meiner Sicht ist das reines Verwaltungshandeln. Sie muss im Interesse der Stadt die günstigste Variante vollziehen.

Macht sie das denn nicht?

Ich frage mich, was da im Straßen- und Tiefbauamt los ist. Wieso muss ich als Stadtrat beim Wirtschaftsministerium nachfragen, ob die Brücke zu 90 Prozent gefördert werden kann? Wieso macht das nicht die Verwaltung? Ich erwarte von der OB, dass sie Ordnung in ihre Verwaltung bringt. Es kann nicht sein, dass ein Amt macht, was es will - offenbar sogar zum Schaden der Stadt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2013

tbh

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