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Stadtpolitik Freude und Erleichterung nach dem friedlichen 18. Februar in Dresden - Lob auch von der Polizei
Dresden Stadtpolitik Freude und Erleichterung nach dem friedlichen 18. Februar in Dresden - Lob auch von der Polizei
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23:33 09.09.2015
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Dabei war es erstmals gelungen, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die von allen Parteien mitgetragen wurde. Dies war in den Vorjahren jedes Mal gescheitert. Auch wenn mit rund 1000 bis 1500 Teilnehmern deutlich weniger Menschen kamen als erwartet, ergänzte die Versammlung den Dresdner Protest um eine neue Facette.

Dresdens Erster Bürgermeister Dirk Hilbert freute sich über den gemeinsamen Protest, den die AG 13. Februar unter der Moderation von Frank Richter organisiert hatte. „Wir sind aufgefordert, nicht nur heute oder am 13. Februar Farbe zu bekennen, sondern jeder jeden Tag", so Hilbert. „Sie haben ein friedliches Zeichen für die Demokratie und gegen Extremismus gesetzt. Sie haben erlebt, dass es Gemeinsamkeiten gibt, die stärker sind als alle parteipolitischen Unterschiede", sagte Richter selbst.

"Es ist einfach selbstverständlich und wichtig zu zeigen, dass das Thema Rechtsextremismus aktuell ist. Die Stadt soll sich weiter so engagieren und mit ihrer Strategie fortfahren. Das Programm der Kundgebung ist gut überlegt und vielseitig. Bevor ich hierher gekommen bin, war ich auf der Demo. Beides hat seine Berechtigung, auch die Demonstration des Bündnis Nazifrei. Die zeigen wirklich Zivilcourage", sagte Petra Rosenow aus Dresden.

Bei der Demo von Dresden-Nazifrei sprach die Polizei von einer „unausgesprochenen Kooperation", die geholfen habe, dass es im Gegensatz zu den Vorjahren friedlich blieb. Im Gegenzug lobte auch das Bündnis die deeskalierende Strategie der Beamten.

Nach Angaben der Veranstalter hatten sich rund 10.000 Menschen an der Veranstaltung von Dresden-Nazifrei beteiligt. „Die Nazis sind weg und wir sind viele. Dieser Erfolg war nur möglich, weil bundesweit tausende Menschen die Zivilgesellschaft von Dresden unterstützt haben", erklärte die Grünen- Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, die selbst mitlief. "Wenn wir Demokraten im Protest zusammenstehen, dann haben Nazis auch im nächsten Jahr keine Chance", sagte die Landesvorsitzende der Grünen, Claudia Maicher. „Der Protest, auf den sie in Dresden treffen, ist so breit und stark, dass sie die Lust am Marschieren verlieren."

„Der heutige Tag und auch der 13. Februar haben deutlich gemacht, dass Transparenz und guter Wille seitens der Behörden viel sinnvoller sind, als im Geheimen zu agieren und Proteste unmöglich zu machen", zog der Landesparteichef der Linken, Rico Gebhardt, schon am Samstag Bilanz. „Nun hoffen wir, dass die Staatsanwaltschaft zur Vernunft kommt und die unsäglichen Repressionsmaßnahmen einstellt", sagte Gebhardt.

Zudem wünschen sich viele Dresdner, dass die Rechtsextremen nach den erneuten Erfolgen von 2012 die Lust am Aufmarsch in Dresden verlieren. Auch Innenstaatssekretär Michael Wilhelm hofft, dass die Neonazi-Aufmärsche aufhören. „Wir würden uns wünschen, dass es wieder zu einem stillen Gedenken kommt", sagte er.

sl / dpa / kt

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